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Interview - In Blackest Velvet


















In Blackest Velvet sind , fast fünf Jahre nach ihrem letzten Lebenszeichen, dem Full-Length Album "Edenflow" (auf dem Unterlabel Sturmesfluegel von Prophecy) wieder da. Und wollen wieder frischen Wind in die etwas erlahmte Melodic Death Metal Szene bringen. Wofür die Chancen mit ihrem neuen Lebenszeichen "InSuiSight" gar nicht mal schlecht stehen. Chris, Tobias und Micha stellen sich den Fragen über die neue Mini-CD, Line-Up Wechsel und Drummermängel.


  • Eine vielleicht etwas unverschämte Frage gleich zu Beginn: Warum gibt es euch eigentlich? Eine weitere Melodic Death Metal Band - wurde in dem Genre nicht schon alles gesagt?


Micha: Wenn Du so denkst, dann darf ab sofort keine Band mehr gegründet werden. Es werden keine neuen Noten mehr erfunden, also ist alles schon mal gespielt worden. Sorry für die unverschämte Antwort ;-)
Chris: Wir spielen diese Art von Musik auch schon seit ca. 15 Jahren und sind nicht erst kürzlich auf den „In Flames – Zug“ aufgesprungen. Ich denke, da ist es sicherlich legitim, wenn wir ab und zu noch mal was veröffentlichen.
Tobias: Und uns gibt es, weil wir Spaß am Musik machen haben. Unsere Musik zu verbreiten und auch mal Interviews zu geben, wo man hin und wieder unverschämte Fragen gestellt bekommt usw. ;) ...und das schon sehr lange...

  • Wo wir gerade bei Gründungsgeschichten sind: Was ist eigentlich aus Sturmesflügel (Unterlabel von Prophecy) geworden und warum seid ihr nach Veröffentlichung eures Erstlings "Edenflow" nicht mehr dabei?


Micha: Was aus dem Label geworden ist, ist uns nicht bekannt. Wir hatten ein Vertrag für ein einzelnes Album, der wurde von beiden Seiten erfüllt. Das war’s.

  • Gab es nach Eurer gelungenen letzten Mini-CD eigentlich gar keine Labelantworten (was ich mir kaum vorstellen kann), oder seid ihr mittlerweile wählerischer geworden?


Tobias: Die drei aufgenommenen Songs sind bei den Magazinen mit offenen Armen aufgenommen worden und dementsprechend gute Kritiken haben wir auch bekommen. Das Problem ist wahrscheinlich ua. gewesen , das wir zur falschen Zeit die falsche Musik an die Labels verschickt haben.
Chris: Leider gab es niemanden mit tiefer gehendem Interesse.
Tobias: Mir gibt es zu denken, das die meisten, die das Demo kennen uns diese Frage stellen.

  • Zur momentanen Besetzung: Obwohl es doch beachtlich ist, dass noch immer drei Gründungsmitglieder nach 10 Jahren in der Band sind, gab es ein paar Ausstiege und Neueinstiege. Was hat zum Beispiel euer Keyboarder Damian Hein vorher gespielt und ihn zum Wechseln veranlasst und wo ist euer Schlagzeuger hin?


Tobias: Bei der Gründung von IN BLACKEST VELVET hat Damian die Rhythmusgitarre gespielt. Als Pepe in die Band kam und wir zu dieser Zeit den Sängerposten nicht besetzt hatten ist Damian zum Hauptsänger gewechselt. Unseren letzten Schlagzeuger haben wir wegen seiner Einstellung zum Musizieren und an Abmachungen halten, mehr oder weniger vor die Tür setzten müssen. Ich behaupte, er hatte nie ein besonders großes Interesse in einer Death Metal Schlagzeug zuspielen.

  • Soweit ich das verstanden habe, ist euer momentaner Drummer nur der Sessionmusiker, auch bei Euch unten gibt es also eklatanten (Metal-)Drummermangel. Gibt es schon Erfolge bei der Suche von Nachfolgern?


Micha: Wir haben Kontakte aufgenommen, es ist aber noch viel zu früh, etwas näheres dazu zu sagen. Frag uns in ein paar Wochen nochmal...

  • Euer Keyboarder trat auf "Insuisight" noch nicht so in den Vordergrund. Wird sich das in Zukunft ändern, oder bleibt das eine feine Nuance im IBV-Kosmos?


Micha: Damian ist kein festes Line-Up Mitglied, sondern unterstützt uns ausschließlich im Studio. Seine Sound-Ideen peppen das Ganze auf, sind auf der anderen Seite allerdings nie dominant oder aufdringlich. Die Songs wirken mit diesem unterschwelligen Effekten einfach zeitgemäßer und frischer, diesen Stil werden wir beibehalten.

  • Ihr habt ja lange nicht mehr live gespielt, was gerade für das Melodic Death Metal-Genre sehr schade und ungewöhnlich ist. Gibt es aufgrund des Drummer-Postens gar keine geplanten Auftritte, oder ist vielleicht doch etwas am Laufen?


Chris: Wir würden gerne mal wieder Live spielen, aber ohne Schlagzeuger geht’s halt nicht.
Tobias: Die Konzertangebote die wir bekommen, verschieben wir bis wir einen Schlagzeuger haben. Was bleibt uns anderes auch übrig?!

  • In den fast 10 Jahren Bandgeschichte dürften ja so einige Songs aufgenommen oder zumindest geschrieben worden sein. Dennoch sind seit einem halben Jahrzehnt nur rund 20 veröffentlicht worden. Hattet ihr tatsächlich nicht mehr Material? Oder verstaubt das in einer Ecke? Oder wird es gar noch veröffentlicht?


Micha: Wir haben ausreichend Material für ein neues Album. Es ist nicht mehr veröffentlicht worden, weil wir die schon angesprochenen Probleme in der Vergangeheit hatten (fehlendes Label, fehlender Schlagzeuger).

  • Ihr habt in Interviews erzählt, dass die neue CD nur ein Mini-Album geworden ist, weil ihr noch kein Label habt - im Endeffekt also wohl auch finanzielle Aspekte der Grund waren. Warum habt ihr - Keyboarder Damian Hein ist immerhin auf Eurer Seite als Live-Mischer benannt - nicht einfach ein komplettes Album selbst aufgenommen? Seid ihr derartige Perfektionisten?


Micha: So „einfach“ nimmt man kein Album auf, auch wenn’s ein Minialbum ist. Selbst im PC-Zeitalter benötigt man eine entsprechend hochwertige und kostspielige Ausstattung, um einen Sound herauszuholen, der nicht gleich von verwöhnten Rezensenten verissen wird. Wir konzentrieren uns auf die Bandarbeit und holen uns für die Aufnahmen Studioprofis, die sich mit der Technik auskennen.

  • Die letzte EP "Demontrackstration" schien sehr spontan eingespielt und relativ geradeaus komponiert, wobei sich noch deutlich an typischen Melodic Death Songstrukturen orientiert wurde. "InSuiSight" ist deutlich abwechslungsreicher komponiert und innovativer. Worin liegt der doch recht kurzfristige Wechsel?


Micha: Das scheint nur so, tatsächlich ist das Material zur gleichen Zeit entstanden.
Chris: Und die Auswahl der Songs für die beiden Veröffentlichungen wurden ausgewürfelt. Ich glaube, der Unterschied resultiert aus der Produktion.

  • Ihr macht momentan eine Umfrage nach dem besten Song auf InSuiSight. Was ist, jetzt und mit etwas Abstand, euer Favorit?


Micha: Der beste Song ist immer der, den man zuletzt geschrieben hat. Auf InSuiSight hat jeder Song für mich seinen eigenen Reiz.

  • Auf eurem Debüt habt ihr ein für eine Death Metal Band eher ungewöhnliches R.E.M.-Cover veröffentlicht (was für mich eine Parallele zu Edge of Sanity darstellt, die mal The Police gecovert haben). Wie ist das damals entstanden und gibt es Pläne für etwas ähnliches?


Micha: Es kann gut sein, dass unser nächstes Album wieder ein Cover enthält. Das wird aber noch nicht verraten.

  • Ihr habt euch mit dem hehren Ziel gegründet, Innovation und Inspiration in den Melodic Death Metal zu bringen, wovon besonders auf Insuisight ein paar Kostproben gegeben wurden. Wohin wird die musikalische Reise in Zukunft noch gehen? Sind schon die ersten neuen Songs fertig, oder lasst ihr ganz ruhig alles auf euch zukommen?


Micha: Wie gesagt, das Material für das nächste Album ist fertig. Vom Stil her wird es sich nicht wesentlich von InSuiSight unterscheiden. Wir werden vielmehr diesen Stil noch weiter ausbauen.

  • Wo wir gerade bei obskuren Einflüssen sind: Euer Sänger hat unter musikalischen Einflüssen seinen alten Golf II genannt - was hat es damit auf sich (oder ist da nur die Zeile verrutscht)? Hat sonst noch einer wirklich obskure Einflüsse?


Chris: Na ja, der hat ziemlich komische Geräusche von sich gegeben – so wie ich auch…J
Tobias: Irgendwas muß unser Hauptsongwriter an Einflüssen haben, die er nicht verät. Er zaubert immer wieder mit die geilsten Riffs aus dem Ärmel. Anscheinend mag er sich auch jetzt wieder nicht outen... schade, schade, das interessiert mich nämlich auch eh,eh...

  • Vielen Dank an das Interview für die Drei und Alles Gute für die Zukunft.


Wer Interesse an der 6 Song Maxi-CD „InSuiSight“ hat, kann sie (mit einem umfassenden, farbigen-8-Seiten Booklet in professioneller Aufmachung und Sound) für 6 Euro plus 2 Euro Porto über www.inblackestvelvet.de oder unter der Adresse

IN BLACKEST VELVET
Schlesierstrasse 1
46562 Voerde

bestellen.

stativision (Tobias Goris)


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  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!