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gnarls barkley - st. elsewhere


Erscheinungsjahr: 2006
Label: warner
Tracks: 14
Spielzeit: 37:21
Genre: beats/elektro
Subgenre: modern soul hop
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Bewertung: 7/10

rating

Es ist ja mittlerweile fast schon zuviel über das Phänomen Gnarls Barkley geschrieben und geredet worden. Daher gleich in die Vollen: Die von manchen herbeizitierte "Zukunft der Popmusik" ist "St. Elsewhere" sicher nicht. Musikalisch und auch marketingtechnisch nicht. Auch wenn "Crazy" die erste Nummer 1 Single ist, die nur über Downloads vermittelt wurde. Musste ja sowieso passieren. Nun stammt der Song also von GB. Und er ist gut. Fabelhaft gut, ja. Genau wie die zweite Auskopplung "Smiley Faces". Perfekt zusammengeschusterte, aufgeregt durch die Gegend hüpfende Beats, die darüber montierten Samples und Melodielinien auf den Mikrometer passgenau. Und erst der Gesang: Mit Seele und Einsatz. Da fühlt einer, was er singt. Die Trauer hinter lächelnden Gesichtern, die aus der Gesellschaft entweichende Liebe. Durchaus nicht trivial, die Lyrik. Aber musikalisch kommt nach den zwei besten (Bastel-)Songs des Jahres nicht mehr allzu viel grandioses. Der aufweckende, kurze Opener "Go-Go Gadget Gospel" kann den von den Singles gesetzten Standard so gerade halten, ebenso wie der Titeltrack und das melancholische "Just a thought". Aber ansonsten wirkt alles wie zu schnell zusammengepappt. Unliebsame Hektik kommt bei "Gone daddy gone" auf, das letzte Drittel der CD dümpelt ohne zwingende Hooklines und Beats zu selbstgefälltig vor sich hin. Ist natürlich alles nicht schlecht. Man spürt, dass das Duo viel drauf hat - aber man weiß, dass sie noch viel mehr können.

07.09.2006
stativision (Tobias Goris)


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Letzte Kommentare

  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!