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winterthrone - storms of wrath


Erscheinungsjahr: 2004
Tracks: 3
Spielzeit: 12:54
Genre: Metal
Subgenre: Viking Black Metal
winterthrone_1.jpg
Bewertung: 6/10

rating

Winterthrone die Zweite. Diesmal als erste Veröffentlichung eines Labels mit dem zweifelhaften Namen nordstorm productions (seit wann wird eigentlich unsägliches Denglisch in diesem Genre gebilligt?). Wir erinnern uns an das erste Lebenszeichen dieser zumindest bemerkenswerten Ein-Mann-Band: "The Burning Skies" war interessanter, der Raserei verfallener Viking Black Metal, der aber einige eklatante Mängel aufwies. Zumindest dem Artwork nach ist seit dem einiges besser geworden im Hause Steffen Brückner, der immer noch alleine hinter Winterthrone steht. Diesmal - ganz der Exklusivität verpflichtet - wurde alleine auf Vinyl veröffentlicht. Zusätzlich sind die zwei Songs (plus Intro) für die unwürdigen Würmer ohne Plattenspieler (wie mich) im Internet veröffentlicht. Um die Ausgrenzung gegenüber gewöhnlichen Veröffentlichungen perfekt zu machen, sind die Ausgaben der EP von 1 bis 300 handnummeriert; viel mehr dürfte in der kleinen Zielgruppe wohl sowieso nicht abzusetzen sein. In Gestaltung des Covers blieb man innerhalb der selbst auferlegten Beschränkungen des Genres. Düsterer Wald in Schwarzweiß. Nichts besonderes, aber was hier zählt ist wohl der Spirit. Musikalisch hält sich die Veränderung dagegen in Grenzen. Nach dem (immer noch zu billig klingenden) Intro wird wieder einmal weitgehend an der oberen Geschwindigkeitsgrenze angesiedelter hymnischer Black Metal geboten. Der Drumcomputer ist diesmal scheinbar etwas differenzierter programmiert worden, zumindest fällt er nicht mehr so negativ ins Gewicht wie noch auf dem Debüt. Auch der Gesang passt sich bei aller rauschhafter Brutalität etwas mehr den Normen an, was einerseits den Hassfaktor der Songs nicht verringert, dabei aber etwas mehr Individualität vermittelt. Die kurzen ruhigeren Teile der Songs lockern die Musik zwar etwas auf, klingen dabei aber immer noch zu sehr nach billigeren Fantasy-Computerspielen, um der Atmosphäre zuträglich zu sein. Alles in allem also immer noch Musik für einsame Menschen, die nachts gerne auf kahlen Bäumen hocken, um alleine gegen feindliche Horden zu kämpfen. Wer "The Burning Skies" liebte, wird "Storms of wrath" vergöttern, alle Anderen, die ebenfalls auf apokalyptische und malstromartige Atmosphäre stehen, sollten zumindest mal in "nails of ice" reinhören. Mittlerweile sollten die meisten Exemplare von "Storms of Wrath" sowieso ausverkauft sein, so dass gespannt auf das nächste Album (vielleicht dann mal mit richtiger Band?) gewartet werden darf.

www.winterthrone.de


Ähnlich:
Limbonic Art, Bal-Sagoth, Gehenna, Vergelmer, Bloodstorm, Bathory, Enslaved, Emperor

13.03.2005
stativision (Tobias Goris)


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Letzte Kommentare

  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!