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wald - the lords of chaos


Erscheinungsjahr: 1999
Tracks: 5
Spielzeit: 29:23
Genre: Metal
Subgenre: Black Metal
wald.jpg
Bewertung: 6.5/10

rating

Bands, die ihre CDs mit einfallslosen Intros eröffnen, sind bei mir eigentlich untendurch. Wald klauen doch tatsächlich eine allseits bekannte Stelle aus "Peter und der Wolf", um ihre halbstündige und fünf Songs umfassende Black Metal Orgie einzuleiten. Wobei man den vier Gestalten, die auf dem Backcover dämlich zähnefletschend (Zahnpastewerbung kommt mir in den Sinn) noch zu Gute halten muss, dass die Überleitung in den ersten Song, "Non-Divine" ordentlich ist.
Aber alles halb so wild, schließlich ist besagtes Intro längt nicht die komplette CD. Deren Artwork ist - Black Metal-typisch komplett schwarzweiß und düster, womit das klischeehafte Äußere der Band, was schon beim Namen anfängt und sich bei den Songtiteln mit bevorzugten Substantiven wie "Chaos" und "Moonlight" fortsetzt, konsequent durchgehalten wird. Parodie oder Ernst? Vielleicht irgendwo dazwischen...

Die Musik ist durchgehend guter Black Metal, gut aufgenommen und durchsetzt mit einigen Thrashanleihen der älteren Sorte Marke Kreator. Das Instrumentale Potential der vier Instrumentalisten lässt keine eklatanten Mängel erkennen, alle Vier scheinen recht fit zu sein, was sich in meist hohem Spieltempo äussert. Dabei wird jedoch nie die Songstruktur zu vernachlässigt, die meist recht komplex aufgebaut sind. Die Gimmicks in den einzelnen Songs sind versteckt eingebracht, sodass die CD mehrmaliges Hören geradezu herausfordert. Mal sind hier ein paar Akustikgitarren oder dort ein Gebimmel versteckt, dann wieder ein wenig Frauengesang. Glücklicherweise wird das Ganze nie bis zum Exzess ausgereizt.

Nach einer halben Stunde überwiegen die positiven Gedanken, vom Schock des Intros erholt man sich schnell. Dennoch kleben Wald insgesamt noch zu sehr an der Musik ihrer Vorbilder aus dem Norden, so dass die Eigenständigkeit flöten geht. Ebenso rauschen einige Stellen vorbei, ohne einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Dennoch für die erste Eigenproduktion eine ordentliche Leistung, die jedem Liebhaber von klassischerem Black Metal mit Death und Thrash Metal Einflüssen bedenkenlos empfohlen werden kann, weil der schmale Grat zwischen Atmosphäre und Geknüppel, sowie halbwegs anspruchsvollem Songwriting und Underground erfolgreich überquert wird.

wald homepage


Ähnlich:
Dissection, Naglfar, Mayhem, Marduk, Kreator, Darkthrone

13.03.2005
stativision (Tobias Goris)


:: Comments ::

user Raven time 19.09.2012 - 16:48
comment Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
user Raven time 19.09.2012 - 16:44
comment Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".

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Letzte Kommentare

  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!