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subwave - reject


Erscheinungsjahr: 2001
Tracks: 9
Spielzeit: 36:21
Genre: Alternative
Subgenre: Alternative Rock
subwave.jpg
Bewertung: 6/10

rating

Nicht zu verwechseln mit den deutschen Crossoverköpfen Substyle bieten Subwave aus Erlangen bodenständigen Rock mit Einflüssen aus dem Alternativesektor. Nachdem die CD nun schon ein Jahr auf dem Markt ist, folgt endlich auch das Review. Besser spät als nie. Oder so ähnlich. Jedenfalls war neben meiner Schreibfaulheit auch das zwiespältige Werk "Reject" an dieser Verzögerung schuld.
Zwiespältig deshalb, weil ich je nach Hördurchlauf einen anderen Eindruck von der CD hatte. Während an einem Tag kerniger und einfallsreicher Rock mit hervorragender Melodieführung an mein Ohr drang, kam zu anderem Zeitpunkt lediglich kraft- und einfallsloser Alternative nach Muster X zum Vorschein. Die Wahrheit liegt, wie so oft, irgendwo dazwischen.
Das größte Plus verbucht die Band definitiv mit einem Sänger, der es versteht, die neun Songs mit Seele und Melodie zu füllen. Das instrumentale Rückgrat ist zwar zu allen Zeiten handwerklich sicher und darin begabt, überflüssige Löcher zu füllen, doch Akzente jenseits der musikalischen Pflicht findet man zu selten. So etwa beim Hit auf den ersten Hör "Gravity" wo Rhythmus und Melodie so selbstverständlich ineinander greifen, als hätte die Band nie etwas anderes gemacht. Das schönste ist aber, nicht nur bei diesem Song, die Entladung im Refrain, bei der Sänger Sven Kartscher seine Stärken voll ausspielen kann. Zwar oft etwas pathetisch, aber nie zu prätentiös. So ähnlich als wären Fury in the Slaughterhouse nie im Mainstream angelangt, sondern einen Vertrag bei SubPop unterschrieben hätten.
Das Problem der Band ist, dass einerseits zu oft zu abgegriffene Schrammelparts die Songs tragen wollen, andererseits die hohe Ähnlichkeit der Songs auf "Reject". Abwechslung wird nicht groß geschrieben, Ansätze sind allerdings vorhanden, wie das Piano-Outro bei "Hush" beweist. Jedoch will ich die CD nicht schlechter reden, als sie eigentlich ist. Für Songs wie "Innocence" und "life and so on" würden andere, ähnlich gelagerte Bands ihre Seele verkaufen und auch die gut ausformulierten Texte passen gut ins professionelle Gesamtbild (ganz ohne Label realisiert). Zu letzterem lässt sich auch das minimalistische Artwork zählen, bei dem auch bekanntere Bands sich eine Scheibe abschneiden könnten.
Alles in allem überwiegt der positive Eindruck leicht, da auch die Produktion die Musik kraftvoll in die Gehörgänge transportiert. In Zukunft mehr Songs wie die oben angesprochenen und eine gerechtere Welt, dann sollten Subwave mehr Zuspruch finden, als die überschätzten Nickelbacks dieser Welt.
Kontakt zur Band unter www.subwave-music.com


Ähnlich:
Pearl Jam, Fury in the slaughterhouse, Nickelback, Soundgarden

13.03.2005
stativision (Tobias Goris)


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Letzte Kommentare

  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!