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stealing the bride - roommates


Erscheinungsjahr: 2009
Tracks: 10
Spielzeit: 41:39
Genre: alternative
Subgenre: female fronted rock/metal
roommates_stealingthebride.jpg
Bewertung: 5/10

rating

Na klar: Eigenproduktion. Sieht so aus, klingt so und kommt auch generell so rüber. Ist ja auch das Debüt der allerdings gar nicht mehr so jungen Mainzer Band. Und musikalisch ist "Roommates" zumindest solide, über technische Unzulänglichkeiten muss man sich hier nicht ärgern. Komponiert wird von "stealing the bride" überwiegend im klassischen, wenig anspruchsvollem, dafür sehr nachvollziehbaren Pop/Rockformat, den doch sehr vordergründigen und tausendfach von anderen Bands erprobten Reiz bezieht "roommates" aus dem Gegensatz von kernigen Rock/Metalriffs und der melodischen Stimme von Sängerin Patricia Wosnizkas. Das Problem der fehlenden Originalität versuchen Stealing the Bride mit Gimmicks zu lösen, mit kleinen Sounds oder anderen ungewöhnlichen Einwürfen, wie dem Stil- und Sprachwechsel ins Spanische auf "la mala vida", was leider allzuoft (insbesondere bei genanntem Beispiel) in die Hose geht, weil es aufgesetzt klingt. Am besten sind Stealing the bride dann, wenn sie nicht versuchen anders zu sein oder hart zu rocken, sondern einfach atmosphärisch und ohne große Geste drauf los spielen, wie im Opener "the desert inside", in großen Teilen von "highly contagious" oder dem poppigen Refrain von "Agaric grooves". So ist "Roommates" trotz vieler guter Ansätze im Großen und Ganzen zu bemüht, um berühren zu können. Man merkt, sie wollen viel, dabei gehen aber ein paar der Songs zugrunde - "November Heat" verliert sich in instrumentalem klein-klein, was den Song (wahrscheinlich gewollt) hektisch klingen lässt, das Resultat ist ein zerstückelt klingendes Teil, wie gewollt (progressiv) und nicht gekonnt. Kein Einzelfall, auch "Train song" leidet unter Effekten und Stilmischmasch, der zu keinem Zeitpunkt organisch rüberkommt. Hinzu kommen Produktionsdefizite insbesondere bei den polternd-muffigen Gitarren, der den unzulänglichen Proberaumeindruck der Songs noch verstärkt. Schade drum, aber könnte mit besserem Songwriting noch was werden.


Ähnlich:
(ältere) the gathering, lacuna coil, evanescence

05.04.2010
T. Goris


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  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!