. .

pandemonium - promo-cd 2006


Erscheinungsjahr: 2006
Tracks: 8
Spielzeit: 29:17
Genre: electro/beats
Subgenre: electronic songs
notavailable.jpg
Bewertung: 7/10

rating

Etwa ein Jahr nach dem letzten Album erscheint Pandemoniums neues Werk. Freilich nicht für den Markt, denn der hinter dem Namen stehende Orson Hentschel hat die CD als Promotionsmaterial deklariert. Auf der Suche nach einem Label - und kommt damit überhaupt nicht vermessen daher. Die alten Schwächen (siehe Review zu "enliven") hat man ausgemerzt und neue Facetten dazugewonnen.

So ist die 2006er CD zwar immer noch von Trip Hop beeinflusst, aber durch die intelligenteren und zahlreicher vorhandenen Spielereien mit elektronischen Feinheiten erinnert das Album immer mehr an Radiohead und insbesondere Thom Yorkes Solodebüt "Eraser". Fast die Hälfte der acht Titel hätten sich auch mehr oder weniger unerkannt unter dessen Songmaterial mischen können. Die typische Mischung aus Knispelelektronik, düsteren Beats, weltvergessenem, oft hohen Gesang, minimalistischem Klaviereinsatz und Ambient eben. Wobei hier aber der Song und dessen Stimmung und Atmosphäre im Vordergrund steht - nie das Experiment.

Auch deutlich homogener ist die CD gegenüber "enliven". Stand auf dem alten Auswurf noch Dark Wave neben Trip Hop und elektronischem Song, ist hier alles miteinander verwoben, die Übergänge sind fließend und auch die Produktion (insbesondere der Beats) ist gekonnter. Und auch der Gesang ist selbstbewusster geworden. Teilweise ist er zwar immer noch einen Tick zu eindimensional und stellenweise (nicht nur ungewollt) ausdrucksschwach um den fast ständigen Einsatz zu rechtfertigen, aber die Platzhirsche machen ihre Sache oft auch nicht lebendiger.

So bleibt das Hauptmanko der CD ein Makel, der verschmerzbar bleibt: Etwas mehr Unterschied zu den Referenzen ist doch wünschenswert. Oder, anders formuliert: Würde die CD-Rom auf meinem Schreibtisch unbeschriftet sein, ich würde kaum Pandemonium dahinter vermuten. Ein Markenzeichen fehlt. Verträumt-düstere, songorientierte Elektronika für die grauen Tage des Jahres gibt es genug. Oft auch mit wort- und bildgewaltigeren Texten übrigens.

Ein Label aber sollte sich mit einem derartig hochwertigen Material aber eigentlich leicht finden lassen. Insbesondere wenn die Verantwortlichen beim Hören von Pandemonium in die düsteren Herbstwolkenfelder blicken.

Infos und Kontakt unter www.pandemonium-online.de/ und orson(at)ish.de


Ähnlich:
Thom Yorke, Radiohead, Sue Daniels, Unkle, Tricky, Raz Ohara, Turner, Ozark Henry, Schneider TM, Patrick Wolf, Maximilian Hecker, The Notwist, Console, Tied and tickled trio, Portishead

26.11.2006
stativision (Tobias Goris)


:: Comments ::


Comment
Name:

Comment:

Security question, please solve:

35D         E        
E      C    T 2   9UW
SJD   GOF   22R      
R 5    F      6   NIS
T4M           I      



Letzte Kommentare

  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!