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no ones owned - no ones owned


Erscheinungsjahr: 2002
Tracks: 3
Spielzeit: 12:36
Genre: Metal
Subgenre: New Metal
noonesowned.jpg
Bewertung: 5.5/10

rating

Nu-Noise Hardcore steht drauf, New Metal ist drin. Wobei die Frage bleibt, ob die beiden Stilschöpfungen nicht eigentlich Synonyme sind. Allerdings denke ich bei Noise und Hardcore an etwas anderes, als die hier gebotene typische NuMetal-Kombination aus harten Gitarrenriffs, psychotischem Gebrülle, grooviger Rhythmussektion und vereinzelten Rap-Parts.
Wie dem auch sei, die drei gebotenen Songs auf dieser Mini-CD lassen aufhorchen. Obwohl erst 1999 gegründet hat die Band schon einiges von offensichtlichen Vorbildern wie Korn, Deftones und Disturbed gelernt. Insbesondere die Produktion passt wie die Faust aufs Auge, setzt sie doch die Instrumente gleichberechtigt nebeneinander und sorgt nebenbei noch für ordentlich Druck dahinter.
Durchgehend dem Midtempo verpflichtet, bietet der deutsche Fünfer theoretischen Stoff für die Tanzflächen der (kleinen) Alternativtempel - wobei beim Songwriting noch eine Schippe draufgelegt werden sollte. Die Songs gehen zwar halbwegs gut in die Beine und in den Kopf, besitzen aber weder genug Eigenständigkeit, noch genug Ideen, um sich im Ohr festzubeißen, oder Akzente zu setzen. Auffällig auch der weiträumige Verzicht auf Melodien - einerseits beugt man so Anbiederungsvorwürfen an den Pop-Mainstream vor, andererseits würde die ein oder andere melodische Passage die Songs sinnvoll aufwerten und gleichzeitig die aggressiven Parts betonen.
Mit Sprechgesang hält man sich ebenfalls weitgehend zurück, lediglich im Opener "disyouthed" werden diese - nicht ungeschickt - eingestreut. Der Rest der Songs bietet das leider schon zu oft gehörte Wechselspiel aus ruhigeren, rhythmusbetonten Passagen (weniger) und wütenden Ausbrüchen (mehr). Aggressivitätstechnisch rangiert die Band im Mittelfeld, wodurch auch gemäßigtere Ohren kaum zu bluten anfangen dürften.
Bleibt die Frage, wer das Teil zum wirklich moderaten Preis von 5 Euro (inkl. Porto - erhältlich unter www.noonesowned.de) kaufen soll. Immerhin gibt's ähnlich gelagerte Bands wie Sand am Meer. Wer aber dennoch nicht genug von stilechtem New Metal hat und zusätzlich noch den landeseigenen Underground stärken will, kann bedenkenlos zugreifen - viel falsch machen kann man hier nicht.
Übrigens hoffe ich doch inständig, dass es der peinliche Parental Advisory Aufdruck (wie er im Internet zu sehen ist) bloß einen Scherz darstellt…

www.noonesowned.de


Ähnlich:
Korn, Deftones, Disturbed, Mudvayne

13.03.2005
stativision (Tobias Goris)


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Letzte Kommentare

  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!