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jaked off shorts and loaded heads - house of the rising gun


Erscheinungsjahr: 2005
Tracks: 14
Spielzeit: 36:57
Genre: metal
Subgenre: industrial/crossover core
jakedoff.jpg
Bewertung: 4.5/10

rating

Man merkt, sie bemühen sich. Sie sind jung, voller Energie und lassen sie gerne an den Instrumenten raus. Jaked off shorts and loaded Heads (im folgenden JoSalH) haben sie sich dazu genannt und wollen Musik an den Mann bringen, die nach eigenen Aussagen originell und eigenständig ist. "House of the rising gun" ist schon die vierte Demo-CD der letztes Jahr auf fünf Mitglieder angewachsenen Würzburger Band - und noch immer liegt das Durchschnittsalter unter 20. Um es also vorwegzunehmen: Es kann noch viel kommen von diesen Jungspunden.

Aber erstmal kann "House of the rising gun", wenig originell an das altbekannte amerikanische Traditional angelehnt (mit dessen Tönen die CD auch eingeleitet wird), nicht so recht überzeugen. Ungestümer Thrash Metal/Core mit Industrial und Crossovereinflüssen. Entfesselt gespielt, wie man es Anfang der Neunziger aus jedem Proberaum hat schallen hören. Überwiegend schnell gespielte Power-Riffs über einem groovenden Schlagzeugfundament ohne Überraschungen und darüber gebrüllter Gesang. Die Industrialkomponente wird im Wesentlichen von ein paar eingestreuten Samples und Elektronika erfüllt, Crossover kommt durch den geslappten Bass (der größte Pluspunkt der Band) und die Mithüpf-Parts zum Tragen, während ab und an auch mal ein wieherndes Thrash Metal Solo gespielt wird. Abwechslung gibt es durch eingestreute Akustikbreaks, melodischere Midtempoparts mit klarem (Sprech)Gesang und drei kurze Sample-Interludes.
Im Prinzip ist das eine weit weniger aufregende Variante von Ministry, deren Exaktheit, Fiesheit und durchdacht strukturierten Songaufbauten bei JoSalH nicht zu finden sind. Auch die frühen Skrew oder Headcrash kommen einem in den Sinn, die vielleicht im Demostadium ähnlich geklungen haben mögen.

Am ehesten ist "house of the rising gun" noch für kurzweiliges Herumspringen in abgewrackten Jugendzentren geeignet, aber auch dazu ist vieles vom Material zu breakdurchsetzt ("concreted dreams"), zu langweilig ("mg 42" und "queers tears and braindeads", dessen melancholischer Schlusspart jedoch glänzen kann), oder zu unvorhersehbar, wie bei "silent dawn", das mit seinen psychedelisch anmutenden Akustikpassagen - zumindest abseits von jugendlicher Hüpfmentalität - der aufregendste Song der CD ist. Kurzum: JoSalH sitzen ein wenig zwischen den Stühlen.
Am profiliertesten sind sie dann, wenn sie nachdenklichere, fast hypnotische Parts mit Härte abwechseln wie in "embrace my face" oder gar an härtere Primus erinnern wie im partiell tollen "delta whores".

Alles in allem trägt "house of the rising gun" die Betitelung als Demo vollkommen zurecht. Vieles klingt un- oder halbfertig und schlicht noch nicht ausgereift, aber zwischen den oft uninteressanten Riffaneinanderreihungen glänzt es auch schonmal. Für alle, die auf riffbetonten Industrial/Crossover Metal mit Slapbasseinlagen stehen könnten: www.fakedreality.de


Ähnlich:
Ministry, Skrew, Headcrash, Front Line Assembly, Nothingface, KMFDM, White Zombie

20.11.2005
stativision (Tobias Goris)


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Letzte Kommentare

  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!