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gates of dawn - into the white light


Erscheinungsjahr: 2005
Tracks: 11
Spielzeit: 50:36
Genre: metal
Subgenre: gothic/melodic metal
GatesofDawn.jpg
Bewertung: 7/10

rating

Nein, das hätte ich nicht gedacht. Wenn man "Into the white light" von Gates of Dawn zum ersten Mal in der Hand hält, kann man wegen des Namens und des Cover leicht und nicht ohne Begründung an höchstens durchschnittlichen Gothic Metal mit eventuell biblischem Einschlag denken. Aber bestimmt nicht an den professionellen, gut arrangierten und dynamischen Mix aus Melodic und Gothic Metal, der hier von der erst vor kurzem (aber von alten Hasen, der größte Teil der Band war u.a. vorher bei Anubis tätig) gegründeten Band geboten wird.

Und damit ist das Überraschungspotential von Gates of Dawn noch nicht ausgeschöpft. Trotz der nicht selten kitschigen Keyboards und weiblichen Background Vocals und trotz des anfangs enervierenden, Power/Prog Metal nahem Männergesangs kann "Into the white light" zwar nicht vollends, aber an vielen Ecken begeistern und mitreißen. Die fünf Hessen plus amerikanischem Sänger schaffen es wundersamerweise, klassische 80er Musikrichtungen, Gothic Rock und Melodic Metal, in die heutige Zeit zu übertragen, ohne dass es angestaubt klingen würde. Dabei ist die Instrumentierung die gleiche wie damals auch: Reichlich Akustikgitarren, flächige Keyboards, kraftvolle Gitarrenriffs, abwechslungsreicher, nicht zu grooviger Rhythmus und ein melodischer Gesang, der auch mal zu pathetischen Refrains ausholt. Aber Gates of Dawn sind offenbar zu gute Songschreiber, um die an sich nicht besonders originelle Musik im Mittelmaß versumpfen zu lassen.
Die Dynamik der Songs ist größtenteils auf hohem Niveau und die Spannungskurve hält auch und gerade in den längeren Songs wie dem Opener "The Fugitive" und "We are" bis zum Schluss durch. Ebenso liegen die Stärken der Band auch in kurzen, knackigen, fast schon poppigen Arrangements wie das nach "The Mission goes Metal" klingende "Via Dolorosa" oder das luftige, im Refrain aber angenehm hochstapelnde "Hungry Flight".
Die Höhepunkte auf "Into the white light" sind glücklich verteilt - denn auf gleichem Niveau befinden sich hier leider nicht alle Songs. Doch nach einem recht schwachen Song wie dem zu langen und beliebigen "Yearning for life", das ohne rechten Höhepunkt auskommen muss, kommt schon bald das nächste Highlight, wie hier das treibende "Never Again". Und nicht lange danach folgt mit "Mystify" schon der nächste. Nur schade, dass der Abschluss mit dem etwas zu angestrengt auf düster getrimmten "The Escape", das ohne gute Hookline blass bleibt, nicht das Level der CD hält.

Aber auch so ist "Into the white light" ein mehr als beachtliches Debüt, das trotz der nicht gerade ansprechenden Zutaten ein schönes Werk geworden ist, dass dank des ausgereiften Songwritings auch Skeptiker ansprechen könnte.

www.gates-of-dawn.de


Ähnlich:
The Mission, The Cult, Sisters of mercy, Whitesnake, 69 Eyes, Him, Scorpions, Live, Extreme

20.11.2005
stativision (Tobias Goris)


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Letzte Kommentare

  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!