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destructive behavior - the fear within


Erscheinungsjahr: 2008
Tracks: 10
Spielzeit: 34:15
Genre: metal
Subgenre: melodic death/heavy metal
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Bewertung: 5/10

rating

Nächster Versuch. Nach dem ziemlich schwachen Debüt "decay and death of anima" legen Destructive Behavior zwei Jahre später nach. Und es hat sich was getan bei den Dinslakenern. Zwar ist die Besetzung des Quintetts gleich geblieben (Gitarrist Christian Schmitz hat die Band allerdings gerade verlassen), die musikalische Ausrichtung ist aber etwas anders: Mehr Melodie, weniger Death scheint die Devise. Und auch das Songwriting ist gestrafft worden, die neuen Tracks sind mit dreieihalb Minuten (statt ehemals knapp fünf) schon auf dem Papier als kompakter erkennbar.
Eins vorweg: Beide Veränderungen tun dem Material von Destructive Behavior gut. Die Songs sind wesentlich eingängiger und mitreißender als auf "decay..." und offensichtlich hat die Band erkannt, dass sie vermutlich nie einen Preis für progressive Songstrukturen oder komplexe Arrangements gewinnen wird.

So baut Destructive Behavior in der guten halben Stunde von "the fear within" im wesentlichen auf eine Mischung aus dem guten alten Heavy Metal im Stile der NWOBHM (allen voran Iron Maiden) und Death Metal. In treibendem Midtempo geht es ohne Unterlass durch die 10 Songs, wobei in erster Linie die fast omnipräsenten Leadgitarren auffallen, die sich auch nicht zu Schade sind, das ein oder andere Solo zu spielen. Und das durchaus - anders als auf dem Debüt - ansprechend, wenn auch niemals originell, sondern immer nahe an den Vorbildern, die neben Iron Maiden offensichtlich frühe Sentenced und (ebenso frühe) Amorphis (ihrerseits natürlich auch Epigonen von Iron Maiden und Co.) sind. Auch gesamtheitlich betrachtet driftet die Band dabei, wie schon angedeutet, niemals in metalferne Gewässer ab; die unverzerrte Gitarre bleibt ebenso im Schrank wie klarer Gesang, Keyboards oder sonstige genrefremde Elemente. Ein paar übliche Breaks, minimale Tempowechsel (in "never home again" gibt es sogar einen abgebremsten Blastpart - warum nicht, das gilt auch für das gegensätzliche Extrem, mehr davon?) und der ab und zu aus der Reihe tanzende Bass (besonders schön in "Excesses for Lust" - warum nicht mehr davon?) müssen reichen, um den Hörer zu fesseln. Und das geht schief. Zumindest auf einer Dauer von über einer halben Stunde. Spätestens bei den beiden Vierminütern in der Mitte des Albums (die längsten Songs auf "the fear within") sinkt die Konzentration des Rezipienten ins Bodenlose. Was einerseits am melodisch und rhythmustechnisch überzeugenden "old mans end" liegt, das etwas an die melodischen Songs der Griechen von Rotting Christ erinnert und hinter dem die meisten Songs von "the fear within" langweilig wirken würden. In erster Linie allerdings liegt das an den allzu ähnlichen, überraschungsarmen Songaufbauten und den allzu ähnlichen Riffs und dem eindimensionalen Grunzgesang. Bei einer EP mit sechs Songs würde das keinem auffallen. Auf Albumlänge wird das Ganze uninteressant und im Endeffekt ist Destructive Behavior (noch) keine Band für's Wohnzimmer sondern eher für das Live-Erlebnis.

Oder, anders gesagt: Eine CD, auf der die größte Überraschung ist, dass der letzte Song ein Instrumental ist, hat einfach keine große Halbwertszeit.
Trotzdem: Eine ordentliche Steigerung zum Debüt ist erkennbar und die Band kann mit netten Melodien und Soli punkten - und mit fünf Euro ist man bei "the fear within" dabei.

destructive behavior


Ähnlich:
Iron Maiden, Amorphis, Unleashed, Six feet under, In Flames, Dark Tranquility, Six Feet Under, Amon Amarth, Children of Bodom, Sentenced, Rotting Christ

14.01.2009
stativision


:: Comments ::

user Terrorx time 12.05.2009 - 01:33
comment Destructive sind eine Geile Live Band

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Letzte Kommentare

  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!