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bucket boys - hollywood boulevard


Erscheinungsjahr: 2006
Tracks: 15
Spielzeit: 50:31
Genre: rock
Subgenre: americana/blues rock
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Bewertung: 7/10

rating

Originell ist die Musik der Bucket Boys natürlich nicht. Amerikanisch geprägten, gefühlvollen Rock, mit Blues geschwängert und spürbar von der Nähe zu Mexiko beeinflusst gibt es wie Sand am Meer.
Hierzulande aber nicht wirklich, womit die Bucket Boys ihre Daseinsberechtigung erhalten - Tito & Tarantula kommen schließlich nicht jeden Monat auf Deutschland Tour.

Mittlerweile zieht die Band vom Niederrhein schon gute 10 Jahre ihr musikalisches Ding durch. Was man hört. Technisch ist hier weder am instrumentalen Handwerk, noch an der Produktion etwas zu bemäkeln und das Songwriting ist ausgereift genug um den Hörer auch die gesamten 15 Songs lang zu fesseln. Verteilt auf 50 Minuten macht das etwas mehr als kompakte 3 Minuten pro Lied - manchmal wünscht man sich sogar mehr, nämlich dann, wenn die Band sich richtig schön in ihre verstaubten bluesigen Balladen mit perlenden Gitarrenläufen wie "come a little bit closer", "600 miles" oder das wunderbar an Gary Floyd erinnernde "goin' home" zurücklehnt. Neben den genannten herzerweiternd rauen Straßenballaden ist das Album namens "hollywood boulevard" - das sich auch textlich einem amerikanischen Roadmovie annähert - klassischerweise überwiegend mit Midtempo-Bluesrockern gefüllt, die aus den typischen Schemata dankenswerterweise auch mal ausbrechen und andere Musikstile (Country, mal eine winzige Prise Funk oder lupenreinen Wüstenrock im Stile Rich Hopkins') zulassen.

Es sind höchstens Kleinigkeiten, die negativ an "hollywood boulevard" auffallen. Dass der eigentlich angenehme Gesang von Michael Lange nicht immer ganz auf der Höhe ist und auch mal zu angestrengt cool klingt. Dass der ab und an auftretende weibliche Gastgesang zu schneidend geraten ist (und das eigentlich tolle "dead, forgotten, far away" mit einem zu pathetischen Chorus runterzieht). Und natürlich die wenigen nicht so gelungenen Stücke wie "on the run" und "startin' cars" (zu oft gehörtes Bluesmuster) oder "open your mind" (unnötig hektische Übergänge).
Dem gegenüber stehen aber kleine, leuchtende Perlen wie "river", das die Emotionen mit einem leichten Countryeinschlag transportiert und "desperate death" mit den besten Gesangsleistungen Langes und einem geistreichen, Spannung erzeugenden Break - wunderbar. Die Liste ließe sich fortsetzen. Und das schönste: Stets hat man das Gefühl, dass in Zukunft noch mehr von der Band zu erwarten ist. Wenn sie sich vorher nicht frustriert wegen zu geringem Zuspruch auflösen.

Die CD ist für lohnende 10 Euro auf der Internetpräsenz der Band zu erwerben. www.bucket-boys.com


Ähnlich:
Tito & Tarantula, Gary Floyd, Calvin Russell, Sister Double Happiness Neil Young, The Cruzados, Rich Hopkins, Sand Rubies, Masters of Reality, The Sidewinders, Giant Sand, Stevie Ray Vaughn, Johnny Winter, ZZ Top, Los Lobos, Calexico, Madrugada

26.09.2006
stativision (Tobias Goris)


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Letzte Kommentare

  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!