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therapy? - suicide pact/you first


Erscheinungsjahr: 2000
Label: ark
Tracks: 11
Spielzeit: 71:12
Genre: metal
Subgenre: noisecore
therapy.jpg
Bewertung: 8.5/10

rating

Im Vorfeld hieß es ja schon, dass die sympathischen Ir(r)en von nebenan um Andy Cairns wieder "etwas" back to the roots gehen wollen. Berühmt wurden sie aber mit ihrem Album "Troublegum" 1994 und das kam nunmal nach den Roots. Hier regierten noch Ohrwurmrefrains und so, also alles ziemlich kommerziell. Nun wie sehen die Roots von Therapy? aus: Krach, Noise, Sperrig, unmelodisch. Nun, ich muss zugeben, dass ich eigentlich alle Scheiben von Therapy? mag, sowohl die noisigen Frühwerke, als auch die neuen Sachen wie "Infernal Love", insofern war es mir eigentlich egal, aber was ist mit allen "Troublegum"-Fans die Therapy? zu reichen Männern machten??? Nun, auf die scheißen Therapy? einfach mal und das finde ich verdammt gut. Therapy? zerstören sich mit diesem Album eigentlich ihre schon gebeutelte Karriere vollends und sind sich dessen völlig bewusst. Ich finde das sollte man den Iren hoch anrechenen. Und wenn man dann bedenkt, dass "Suicide Pact - You First" (Genialer Titel !!!) objektiv gesehen das beste Album der Iren ist, dann macht sie das noch viel sympathischer.
Dieses Album lebt, rockt & atmet. Der schräge Opener "He Not That Kind Of Girl" (wieder ein genialer Titel!!!) macht Appetit auf die ganze CD. Und die hält das hohe Niveau
des Openers locker und übertrifft es sogar teilweise.
Die Single "Little Tounges First" ist jedenfalls ein genialer Song, der trotz aller Sperrigkeit und Krachfaktor über einen sehr hohen Hitfaktor verfügt. Ziemlich paradox. Aber das schaffen Therapy? noch öfter auf dieser Platte, irgendwie im Noise-Krach und zwischen Rückkopplungsorgien ein Ohrwurmrefrain einzubauen oder gleich ´ne düstere Ballade zu machen ("Six Mile Water"). Da fühlt man sich sehr oft an seelige "Babyteeth" Zeiten 1991 zurück. Ich kann nur nochmal betonen, wie gut ich es finde, dass Therapy? ihrem Gefühl gefolgt sind und wieder "Back To The Roots" gegangen sind, anstatt sich weiterhin der kommerziellen Lalala-Hit-Schiene zu widmen. Andere Bands gehen ja eher nach einem Ausrutscher wieder Back To The Roots um verlorenen Boden gut zu machen. Therapy? machen genau das Gegenteil. Fragt sich bloß, ob Therapy? jetzt stark genung sind, in dieser Richtung weiterzumachen oder ob sie doch wieder auf dem nächsten Album "Troublegum" Tribut zollen. Aber ich denke, bevor das geschieht werden sich die Jungs konsequenterweise auflösen. Dann sind wir mal gespannt, ob es in 2-3 Jahren Therapy? noch gibt... Ich wünsche viel Glück. Wäre echt schade.

07.03.2005
kervorkian


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Letzte Kommentare

  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!