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the buyble sluts wanted for stealing virginity - antacids


Erscheinungsjahr: 2012
Label: sweet home records
Tracks: 12
Spielzeit: 46:51
Genre: alternative
Subgenre: indie rock
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Bewertung: 7/10

rating

Es ist lange her, dass mir ein so verquerer Bandname untergekommen ist. Erfolg quasi schon deswegen ausgeschlossen. „Antacids“, ihr Debütalbum, orientiert sich aber auch davon abgesehen nicht am gängigsten Mainstreamrock. Deutlich hörbar standen Sonic Youth hier Pate, in ihrer ca. Mittneunzigerphase. Indierock, Noisepop, Grunge sind hier stets greifbar und auch ganz generell fühlt man sich bei dem Sound in die erste Phase der Neunziger zurückversetzt. Schrammelgitarren und nöliger Gesang, dazu wechselnde Rhythmen und Zwirbel-Leadgitarren, stets etwas zu komplex, sowohl in Songaufbau als auch in den Melodien, um Hits zu generieren. Jedenfalls bleibt nach dem ersten Hören denkbar wenig hängen. „Heart grow fonder“ ist etwas von diesem Wenig. Mit mehrstimmigem Gesang und eingängigeren Leads schafft sich die Band hier ihren eigenen kleinen Hit, da rüttelt auch das atonale Gitarrengequietsche kurz vor Ende des Tracks nix dran, zumal mit einem versöhnlichen Solo abgeschlossen wird. Abgesehen von dem harten und schnellen Ende der Skala agieren The buyable sluts wanted for stealing virginity sehr frei in den drei oben genannten Stilen, was schon in den sehr unterschiedlichen Songlängen, zwischen anderthalb und acht Minuten, deutlich wird. Songs mit langen, fast schon psychedelischen Instrumentalpassagen wechseln ab mit den kurzen auf den Punkt kommenden „Exile A“ und „Favor for favor“, ersterer ruhiger und mit schön klarem Gitarren- und Bassspiel, letzterer rockiger und zur Abwechslung mal mit Frauengesang von Nancy Nestler. Zwischendurch gibt es noch ein kleines verträumtes Interlude mit geisterhaftem Wispergesang, „In Despair“. Das Ende des Albums löst sich in noisigerem Rock auf, mit „22 left“ als 4-minütiges Vorspiel und dem zuerst harmlosen „Trouble is holocene“, welches sich in seinen 8 Minuten zum krachenden Fanal entwickelt, bevor die Gitarrenfeedbacks etwas Erlösendes haben.
Ein schönes Album mit wenigen Schwachstellen, ein paar mehr intensive Momente wie der starke instrumentale, sich steigernde Teil von „Infinite“ oder das komplette „22 left“ wären schön; teilweise etwas weniger offensichtliche Anlehnung an Sonic Youth (wie im Opener „distractor“ und dem 7-Minüter „Jaws“) gäbe „antacids“ noch etwas mehr Eigenständigkeit in einem Genre, in dem sowieso schon das meiste gesagt wurde. Ansonsten machen die buyable sluts wanted for stealing virginity aber Musik, die alle Frühneunziger Indierock-Kenner zumindest ansatzweise verzücken dürfte.


Ähnlich:
Sonic youth, pavement, dinosaur Jr., sebadoh, superchunk, nirvana, scumbucket,

03.10.2013
stativision


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Letzte Kommentare

  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!