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tarngo - horman


Erscheinungsjahr: 2010
Label: ear elastic / blunoise
Tracks: 12
Spielzeit: 36:07
Genre: alternative
Subgenre: noise
tarngo-horman.jpg
Bewertung: 6.5/10

rating

Würde es eine "Classics"-Reihe von Blunoise geben, "horman" würde dort nicht auffallen. Obwohl das erst das zweite Album der Band ist und obwohl die Band nur aus zwei Leuten, Bassist und Schlagzeuger besteht, kann man im besten Sinne von gut abgehangenem Noise sprechen. Jörg Schneider, der auch bei Les Hommes qui wear espandrillos (die längst schon wohlverdient in der Classics-Reihe erschienen wären) tätig war, bedient sein Schlagwerk gewohnt hypernervös vielfältig und technisch am Level, so dass es fast keine Überraschung mehr ist. Dazu Scharco am Bass (u.a. Platanus), der zwischen sperrigem Noise-Groove und melodieverzwirbelndem Grummeln alles liefert, was auch nur irgendwie passt. Das alles ist natürlich unglaublich dicht verwoben, sodass es kaum (unbeabsichtigte) Lücken im Klangbild gibt und der Sound ist, wahrscheinlich auch dank Guido Lucas, gleichzeitig transparent und drückend, dass es eine Freude ist. Das ist alles nichts besonderes mehr. Deswegen ja auch "Classics" und so. Halt! Wir haben es hier mit durchaus extrem gut ausgearbeiteten und überraschenden Songaufbauten zu tun, die auch Noise-Veteranen aufhorchen lassen dürften. Nicht nur einmal steht man überraschend vor einer meterhohen Wall of Sound, die wie aus dem Nichts aufgetaucht ist und diese gehirnwindungsauflösenden Rhythmuswechsel sind so auch selten gehört und um Abwechslung zwischen den Songs bemühen sich Tarngo auch redlich, so stellt man z.B. das fast schon mitreißend groovige "North R street" nach dem brutal verwinkelten "Brainhorn" und vor das langsamere "Cousineau" mit einer dräuenden Spannung im Aufbau. Aber ach: Das alles kann nicht verhindern, dass man irgendwann kurz vor der vollen halben Stunde kapituliert und das Teil zurück in die Noise-Ecke stellt. Auch wenn es weh tut, die CD hat doch so ein schönes (klassisches) Cover.
Letztendlich doch lieber nochmal Les Hommes Qui Wear Espandrillos rausgekramt.


Ähnlich:
Dysrhythmia, Les Hommes Qui Wear Espandrillos, dyse, fischessen, nicoffeine, behold the arctopus, death from above 1979, don caballero, barkmarket

05.04.2010
stati T:G:


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Letzte Kommentare

  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!