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sushimob - the controls and their function


Erscheinungsjahr: 2006
Label: waggle daggle
Tracks: 12
Spielzeit: 35:15
Genre: alternative
Subgenre: alternative rock
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Bewertung: 6/10

rating

Zwölf kompakte Dreiminutenrocker aus Hessen. Ohne Schnörkel. Gespielt von drei Mann. Bass, Schlagzeug, Gitarre und Gesang. Mehr braucht es nicht bei Sushimob.

Doch. Leider. Der Stimmverzerrer, der bei über der Hälfte vor Matzes Mikro klebt zieht das Album deutlich runter. Und man fragt sich warum. Bei den Strokes hatte das verfremdete Genöle etwas extrem cooles, hier verkommt der sämig-dreckige Effekt zur unnötigen Spielerei. Was umso deutlicher wird, wenn man Sushimob live zusieht und die Stimme nicht gefiltert wird. Nicht nur natürlicher klingt es da auf einmal, sondern viel ohrenfreundlicher, weil die Melodien besser zur Geltung kommen.

Auch auf CD kommen die Songs mit wenig oder nicht verfremdeter Stimme besser rüber. Auf Anhieb kristallisiert sich das poppige, aber drückende "Costume for kelly" als Hit der CD heraus. Auch der melancholische Rocker "Take it but leave me" gehört zu einer Sorte Songs, die den modernen deutschen Rock ausmachen und zu Lieblingssongs mutieren können. Gefühl gepaart mit Härte und Präzision. Und ein kleines bisschen Wüstenfeeling. Das steckt nämlich bei so manchem Sushimob-Song im Fundament. Und sei es nur der Bass-Sound oder ein Gitarrenlick. Ruhig mehr davon, so lange nicht die offensichtlichen Vorbilder kopiert werden.
Andere Songs stellen die Verknüpfung von England mit Deutschland dar. "Always" bietet einen deutschen Indiepop-Refrain (der leider etwas abgestanden klingt) nach britpoppigem Gitarrengeschrammel. Genauso wie das nachfolgende "The Brakes don't work", bei dem der Refrain besser gelungen ist und die Strophe weniger Gitarrengeschrammel bietet.

Der überwiegende Rest bleibt kaum erwähnenswert. Alles lädt zwar zum Mitwippen ein, aber Hooklines bleiben nicht hängen und auch zum ausgeflippten Abrocken fehlt fast stets der letzte Funke, obwohl der Opener "I Robot" (klingt, als hätte einer den Strokes einen gewaltigen Arschtritt verpasst), "Lean" und "Yes, Please" nicht weit davon entfernt sind. "The Big Astro" setzt dann zum Schluss vorsichtig zur Hymne an, um Pathos dann doch nicht Wirklichkeit werden zu lassen. Sympathisch. So ist die Band. Aber zumindest auf Konserve nicht aufregend genug, um wirklich gut zu sein. Live sieht das anders aus.


www.sushimob.com


Ähnlich:
Scumbucket, Blackmail, Harmful, Tigerbombs, The Strokes, Foo Fighters, Luke, Nirvana, Soundgarden, Kyuss, Libertines, Ash

25.11.2006
stativision (Tobias Goris)


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Letzte Kommentare

  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!