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southfork - southfork


Erscheinungsjahr: 1999
Label: black mark
Tracks: 10
Spielzeit: 48:50
Genre: alternative
Subgenre: stoner rock
southfork.jpg
Bewertung: 5.5/10

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Fett, fett, fett. Nein, hier geht es nicht um deutschen Hip Hop, hier geht es um Stoner/Hardrock der prolligeren Sorte. Mal nicht aus der Wüste, oder aus sonstigen warmen Gefilden, sondern diesmal aus Schweden und gesignt vom berüchtigten (Düster-)Metallabel Black Mark (wenn das mal gut geht). Ähnlich gelagerte Bands, wie die Hellacopters und Gluecifer haben ja schon bewiesen, dass auch im hohen Norden gerockt wird, aber diese Band geht noch einen Zacken amerikanischer zur Sache. Zudem wird hier der Punk völlig aus dem Repertoire gestrichen - Highspeed ist selten zu hören.
Vorbilder sind also unter anderem Monster Magnet und Kyuss und es ist die Frage, ob die frische Band es schafft, mit ihnen Schritt zu halten.
Vorweg: Die vor ein paar Jahren (1997) gegründete Band schafft es mit ihrer selbstbetitelten Debut-CD definitiv nicht.

Das fängt schon beim etwas blutleeren Artwork an. In Schweden werden natürlich keine Wüsten aufs Cover genommen, sondern Wälder bei Nacht. Na ja. Die Fotos der (überwiegend bärtigen) Bandmitglieder sehen dazu eher aus wie gewollt und nicht gekonnt, aber das will ja noch nichts heißen. Zum enttäuschenden Artwork kommt hinzu, dass die Texte des Quartetts nirgends zu finden sind - bei diesem Genre nicht wirklich traurig, aber die Mitsingkompatibilität lässt dadurch zu wünschen übrig.

Den Songs fehlt es dabei noch nicht einmal zwingend an Hitpotential. Die Riffs von Brechern wie "Stray Dog" und "Superglue" sind definitiv richtig geordnet und Headbangern wohl willkommen. Nein, es fehlt die von oben genannten Bands besessene Fähigkeit, auch mal etwas differenzierter vorzugehen und leisere Töne anzuschlange, um die heftigeren Parts stärker zu betonen.
Hinzu kommt, dass der Sänger zwar ein schönes, rockiges Organ hat, aber wenig Eigenständigkeit. Nie wird eventuell vorhandenes Charisma gezeigt.

Die Soli sind gut genug, um nicht nervig zu wirken, die Rhythmen mitunter sogar einfallsreich und zum Tanzen einladend, aber Feuer, das gewisse mitreißende Etwas fehlt ihnen.

Und hinzu kommt, dass oftmals zu sichtbar von den Vorbildern geklaut wird. Das Anfangsriff von "Walk New World" ist definitiv eins von Monster Magnet, während die Basslinie von "Everything Must Go" einem älteren Lied von Kyuss ähnelt.

"Man made of Stone" hingegen hätte auch von Black Sabbath in ihrer besten Phase stammen können, das folgende "One Way Freeway" klingt am Anfang, als käme es von Kula Shaker, danach entwickelt es sich zu einem Song, der etwas langsamer auch Obsessed Ehre gemacht hätte.

Später könnten noch Pride & Glory als Referenz anhalten, sowie diverse andere Southern Rock Bands, deren Stil hier etwas härter dargeboten wird, nach 10 mittellangen Songs ist dann Schluss, und hängengeblieben ist nix.

Im Endeffekt ein gesichtsloser, uncharmanter Stilmix aus den besten Zutaten - nur die Köche bleiben weit hinter ihren Möglichkeiten zurück. Auch, wenn überwiegend gute Noten das Debüt von Southfork schmücken: Eine Empfehlung aus ganzem Herzen muss verwehrt bleiben. Höchstens für Freunde des Genres eine Bereicherung.


Ähnlich:
Monster Magnet, Kyuss, Black Sabbath, Pride & Glory, Zakk Wylde, Obsessed, Saint Vitus, Kula Shaker

01.01.2002
stativision (Tobias Goris)


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Letzte Kommentare

  • kasse4: pflichte bei - sehr, sehr schönes Album und dass Elephant nach Pearl Jam klingt: Na und :) Es gibt schlimmeres, zum Beispiel nach Staind klingen :)
  • toastn: Immer noch eines meiner liebsten Alben. Sehr viele Sounds und Ideen verarbeitet. Nicht zuletzt Erinnerungen an die Heimat und die Neunziger in HB. Big up Saprize. Danke für die schöne Zeit...
  • lwith: einfach nur kult ein album für die ewigkeit
  • Jens Schröder: Die schlechteste Kritik über die Lebenstrip-CD, die ich je gelesen habe. Dem Rezensenten fehlt jegliches Gespür für Musik. Das ist pseudo-elitärer Dünnschiss!!
  • Torn Fan: Die Musik ist gut... nicht nur gut sie ist richtig geil! Diese Kurzkritik hat nichts mit Musikverstand sondern eher mit Geschmack zu tun.