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smash mouth - smash mouth


Erscheinungsjahr: 2001
Label: interscope
Tracks: 15
Spielzeit: 51:55
Genre: crossover
Subgenre: crossover pop
smashmouth.jpg
Bewertung: 5.5/10

rating

Mit neuem Drummer frisch ans Werk und wohl mit dem Ziel DIE Sommerplatte des Jahres zu machen starten Smash Mouth mit ihrem frischen selbstbetitelten Werk in die Verkaufsregale. Ich muss sagen, den direkten Vorgänger "Astro Lounge" habe ich die letzten Sommer über nur schwerlich aus dem Autoradio bekommen, trotz der paar durchschnittlichen Füller machte das Album einfach einen Heidenspaß und dementsprechend waren meine Erwartungen an den Nachfolger recht hoch.

Erfüllt wurden sie leider nicht. Bei Smash Mouth ist deutlich ein Abfall in Sachen Songwriting zu spüren, dabei fängt es mit "Holiday in my head" vielversprechend an. Ein typischer Smash Mouth Groover, der nach einigen Durchläufen zündet und eine Weile im Kopf bleibt. Der Stil von Astro Lounge wurde weiter verfeinert: Beach Boys treffen auf alternativen Rock, um es kurz zu beschreiben.
Doch schon gleich danach springt man auf den falschen Zug auf, "Your Man" ist zwar gefällig, macht aber den Fehler, den Ultralightpunk von ihren Kollegen wie Blink 182 und Sum 41 noch weniger bissig zu servieren, was letztendlich nur nervt. Und wenn cheesy, funky 70ies-Streichersamples auf Ska treffen, wie in der Singleauskopplung "Pacific Coast Party", dann springen bei mir ein paar Sicherungen raus.
Die Kurve kriegt der Vierer dann erst wieder mit einem Coversong, "She turns me on" ist mit Witz und Pepp nicht nur einfach nachgespielt, sondern gelungen neu interpretiert worden. A propos Coversongs, da findet sich auf dem Album gleich noch einer. Die meisten werden es schon ahnen: "I´m a believer", das sich auch schon auf dem Shrek Soundtrack befindet, wurde hier natürlich verkaufsstrategisch geschickt draufgepackt. Ebenso übrigens, wie die schon zigmal verwerteten "All Star" und "Walking on the sun". Man kann Songs auch zu oft durchkauen - wie in diesem Fall eindeutig geschehen. Rote Karte an Smash Mouth und ihre Plattenfirma.

Übrig bleiben auf dem Album letztendlich nur 11 Eigenkompositionen, von denen nur ungefähr die Hälfte das nötige Durchschlagspotential haben, um öfters in den Abspielgeräten zu landen. Neben dem oben erwähnten Opener gehören das Laune machende, tanzbare "Sister Psychic", das stark an einige Astro Lounge Tracks erinnernde "Hold you high" und das zwischendrin schön entspannte, sonnige "The In Set" dazu. Der Rest könnte ebenso auf einer langweiligen California-Surfrockplatte zu finden sein, zumal die Texte auch nicht gerade bissiger werden. Anscheinend gehen Smash Mouth die Songideen, die sie über Durchschnitt hieven aus und so kann ich einfach keinen Kauftipp aussprechen.

01.01.2002
stativision (Tobias Goris)


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Letzte Kommentare

  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!