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skagen - sorry, sun!


Erscheinungsjahr: 2005
Label: waggle daggle
Tracks: 11
Spielzeit: 49:07
Genre: alternative
Subgenre: singer/songwriter
skagen.jpg
Bewertung: 6.5/10

rating

Das ist leider ganz und gar nicht originell: Stellen Skagen doch tatsächlich die triviale "Ende Neu"-Schnulze "Come to an end" (ihr wisst schon, Ende als Neuanfang und so) an den Anfang ihrer CD. Und nochmal, immerhin zum Besseren verändert, ans Ende derselben. Man könnte wütend werden, gerade auch ob des allzu übertrieben leidenden Gesangs, wenn da nicht der gefällige Folkpop mit Trompeteneinsatz gegen Ende des Songs wäre.
Danach wird es, Sänger Mikael JS Ahlmeyer sei Dank, besser. Wenn auch langsam. "Never-ending time" rettet sich mit dem dramatischen Aufschwung zum Refrain aus dem Mittelmaß des typisch daherplätschernden Singer/Songwriter-Pops; "Memories", das offensichtlichste Beziehgunslied der Platte, legt noch eine kleine Schippe drauf, weil es locker-flockig arrangiert an Travis erinnert und in "still there" (schön mit Cello instrumentiert und mit einfühlsam indiepoppigem Refrain arrangiert) und "long distance runner" (mit netter Orgel und aufbrausenderem Gemüt) haben skagen endlich ihre Hochform erreicht. Die reicht zwar immer noch nicht an die offensichtlichen Einflüsse Wilco und Ryan Adams heran, aber "Sorry, Sun!" ist ja erstens auch ein Debüt und zweitens muss es ja auch eine zweite Reihe geben, wenn die erste mal nicht mehr kann.
Mit dem nicht schlechten, aber ziemlich beliebigen "waiting" wird die Akustikpopschiene fortgesetzt, und mit "Le Coiffeur" beweist Ahlmeyer endgültig, dass Haare ihm sehr am Herzen liegen - ist es doch der dritte Song auf dem Album, in dem diese vorkommen. Leider ist nur ein textlich, als auch musikalisch ziemlich albernes (Mundharmonika-Folk) Machwerk draus geworden.

Netterweise entschädigt das schöne "fragile" dafür und auch das sehnsüchtige "Fjord" lässt skagen in besserem Licht erscheinen.
Und bis zum Ende ist die anfängliche Wut auch schon wieder verflogen. Wäre da nicht schon wieder "Come to an end". Diesmal aber besser arrangiert als die Version zu Beginn und mit wirklich gutem, elektrisch verzerrten Ausbruch vor Ende. Nach einer Minute Stille gibt es auf dem Hidden Track noch einmal Mundharmonika-Folk zu hören. Sehr viel besser als auf dem klamaukigen "Coiffeur" undam Ende sogar das nahegehendste und authentischste Stück auf "Sorry, Sun!".

www.skagen-music.com


Ähnlich:
Wilco, Ryan Adams, Elliot Smith, Jeff Buckley, Nick Drake

20.11.2005
stativision (Tobias Goris)


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Letzte Kommentare

  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!