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porcupine tree - fear of a blank planet


Erscheinungsjahr: 2007
Label: roadrunner records
Tracks: 6
Spielzeit: 50:51
Genre: rock
Subgenre: progressive rock
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Bewertung: 6/10

rating

"Deadwing", der direkte Vorgänger, war ein sehr gutes Album. Melancholisch, tiefgründig, vielschichtig und atmosphärisch beeindruckend. Porcupine Tree-Mastermind Steve Wilson war dieses Album zu seicht (wie übrigens jedes PT-Album). Er wollte sich mal so richtig auskotzen. Über das mediale Umfeld, in dem Kinder heutzutage aufwachsen, etc. – wie die Welt eben so vor die Hunde geht.

Das Ergebnis: "Fear Of A Blank Planet". Ein Schmunzeln kann man sich angesichts von Aussagen wie "Das Album ist bewusst nur 51 Minuten lang, weil es so extrem ist" nicht verkneifen. "Fear Of Blank Planet" mag einige harte Riffs beherbergen, doch Steve Wilson schafft es gekonnt, diese produktionstechnisch so glattzubügeln, dass selbst "Deadwing" härter wirkt. Das "härteste" Porcupine Tree-Album bleibt "In Absentia" – und das ist kein sehr überzeugendes Album.

Paradoxerweise kommen dazu auf dieser Scheibe noch mehr ruhige Momente als bei den Vorgängern hinzu. Eigentlich kein Problem – schließlich haben mir Porcupine Tree immer am Besten gefallen, wenn sie den Fuß vom Gaspedal nehmen - doch leider gibt es dieses Mal beim Songwriting die größten Defizite: "My Ashes" und "Sentimental" sind komplett belanglos und auch der Titeltrack weiß nicht über die volle Distanz zu überzeugen. Ähnlich wie das knapp 18-Minütige Herzstück der CD, "Anesthetize". Zwischen Minute Sechs und Zwölf haben sich ein paar nette Parts und Riffs versteckt, doch die Spannung verliert sich irgendwann. Die letzten vier Minuten hätten sich Wilson und Co. komplett klemmen können.

Die einzig starken Tracks haben sich Porcupine Tree für den Schluss aufgehoben: "Way Out Of Here" und "Sleep Together" (mit schwachem Text). Ersterer könnte auch auf "Deadwing" stehen, letzterer ist ein mutiges Elektronik/Akustik-Stück mit tollem Refrain und orientalisch-angehauchtem Ende. Manchmal werden hier gar Erinnerungen an Depeche Mode wach.

"Sleep Together" bleibt die einzige Überraschung auf einem sterilen, steifen und blutarmen Album, dass weder kratzt noch beißt. Porcupine Tree sind einfach zu "nett" für wirklich harte Alben und sollten sich lieber auf das konzentrieren, was sie wirklich können: Verträumter Prog mit viel Tiefe.


Ähnlich:
Yes, Genesis, Rush, Anathema, The Flower Kings, Marillion, Dream Theater, Katatonia, Tool

28.05.2007
hlmr


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Letzte Kommentare

  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!