. .

paradise lost - host


Erscheinungsjahr: 1999
Label: emi
Tracks: 13
Spielzeit: 53:07
Genre: beats/elektro
Subgenre: elektropop
paradiselost.jpg
Bewertung: 9/10

rating

Paradise Lost haben mir eigentlich nie was gegeben. Anno 1993, als "Icon" in aller Munde war und überall als Klassiker abgestempelt wurde, konnte ich nur den Kopf schütteln. Gut, okay, "Icon" war nicht schlecht, die Alben davor auch, aber vor Freude in die Hosen gemacht, hab ich mir auch nicht. 1995 änderte sich mit "Draconien Times" eigentlich auch nicht viel, auch nich schlecht, aber... na ja. Alles änderte sich nämlich erst im Jahre 1997 nach Christi Geburt:
Paradise Lost legten mit "One Second" ein geniales Album vor, das ich der Band in dieser Form nicht mal in 1000 Jahren zugetraut hätte. Und schwupps schon wurden die 5 sympahtischen Briten um Sänger Nick Holmes & Greg Mackintosh interessant für mich. Knapp 2 Jahre später stand nun der Nachfolger "Host" an. Und man merkte einfach schon, dass sich die Jungs jetzt komplett vom Metal lösen wollen: Alle Haare waren ab, die alte Orginalschrift wurde gegen eine ganz normale simple Schrift ersetzt, das Cover kam erstaunlich poppig rüber und man höre und staune: Statt dem alten Metal-Label Music For Nations kümmerte sich auf einmal der Major EMI um die Belange der Briten. Okay, CD eigelegt und es kam was kommen musste: Ein Hit reihte sich an den anderen, Melodien, die nicht von dieser Welt sein konnten, prasselten auf den Hörer nieder und Nick Holmes hat sich von einem unspekta"cool"ären Death-Metal-Grunzer so einem genialen Pop-Sänger gemausert.
Herzlichen Glückwunsch. Es fällt auf, dass die Jungs ziemlich depressiv zu Werke gehen und viele düstere Songs wie "Harbour" oder "Its Too Late" aufgenommen haben, was ihnen aber erstaunlich gut zu Gesicht steht. Auf der anderen gibt es aber auch jede Menge tolle kurze Hits wie z.B. "Behind The Grey", "Made The Same" oder "Permanent Solution". Und nun kommt der Kritikpunkt: Irgendwie schwebt immer wenn man sich dieses Album anhört ein anderer Bandname im Raum, der da Depeche Mode wäre. Viele werden den Engländern nicht zu Unrecht vorwerfen, dass sie wohl während den Recording-Sessions "Ultra" (das übrigens genauso düster wie "Host" ist) von DM gehört haben. Doch ich finde da kann man doch noch unterscheiden: Man hört schon allein am Schlagzeug, dass "Host" aus der Metallecke kommt und "Ultra" halt doch "nur" Pop ist. Insofern würde ich Paradise Lost eher als Alternative zu Depeche Mode bezeichenen und nicht als Plagiat. Sprich: An alle "Ultra"-Fans: Holt euch doch mal die "Host" von Paradise Lost und urteilt selbst.


Ähnlich:
depeche mode

19.03.2005
kervorkian


:: Comments ::


Comment
Name:

Comment:

Security question, please solve:

 G          TCL      
UM     S    T M   K1D
 A    NBJ   Q 8      
 I     H    1 P   TGT
IHC         G1N      



Letzte Kommentare

  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!