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monte filet - idyll


Erscheinungsjahr: 2012
Label: palmo music
Tracks: 13
Spielzeit: 53:57
Genre: alternative
Subgenre: folk/indierock
idyll.jpg
Bewertung: 6.5/10

rating

Eine Anmerkung zu Beginn: Zwei Jahre verbrachte \'Idyll\' von Monte Filet in irgendeiner Ecke, vergessen. Entschuldigung. Es lag vielleicht an der eher dünnen Sleeve-Verpackung, aber wie auch immer: Besser spät als nie. Und, ein Kompliment gleich zu Beginn: \'Idyll\' ist ziemlich zeitlos. Ein abwechslungsreiches Album zwischen Folkrock/pop und Indiepop. Stellenweise theatralisch, was der Tatsache geschuldet sein dürfte, dass die Musiker in erster Linie Theaterschauspieler sind. Einer der Schwachpunkte des Albums ist \'was tut sie blues\', ein, Nomen est Omen, geradliniger Bluesrocker, der nur langweilt. Zwei andere Schwachpunkte sind die allzu schunkeligen \'wenn da zeiten sind\' und \'fischmädchen\'. Ansonsten ist \'Idyll\', egal, ob die Band gerade deutsch- oder englischsprachig zu Werke geht, gelungen. Besonders die Verknüpfung von Indiepop mit (mittlerweile nicht mehr wirklich) genrefremden Folkinstrumenten - Cello, Orgel, Violine - und die zweistimmigen Gesangsarrangements in der ersten Albumhälfte lassen Freude aufkommen. Gewiss ist die Band nicht ohne Vorbilder, bei \'masters and slaves\' hört man Cursive heraus, die Frühphase von Arcade Fire und die theatralischeren Sachen von den Decemberists klingen ebenfalls desöfteren an. Aber durch die stimmlichen Unterschiede, so die schneidende Stimme Mario Nolls, und die teils sehr intensiven Streicher (wiederum \'masters and slaves\' und \'budda ragga\') spielen Monte Filet dann doch ein klein wenig abseits.Die opulenten Songs sind immer wieder von einfachereren, folkigeren Songs, die dadurch an Charme gewinnen, den sie alleine mangels Einfallsreichtum (\'storyteller\', \'wrong spin out\') hätten. In der zweiten Hälfte gerät das Gefüge mit den oben genannten \'wenn da zeiten sind\' und \'fischmädchen\' allerdings in Schieflage und droht in allzu folkige Bierseligkeit abzudriften. Aber auch da beweist das Septett ein glückliches Händchen für ihre Melodien und Songaufbau und der rechte Einsatz eines Quasigospels in \'wrong spin out\' ist schön. Besser noch ist das dramatisch-melancholische \'viva la musica\' Als Bonus (warum Bonus?) gibt es noch drei deutschsprachige Songs, die nicht das Niveau des Albums halten können, die rockigen \'sterne lügen\' und \'katarinas revolution\', sowie das ruhige \'gruß und kuß\'. Nicht unerwähnt bleiben sollte übrigens das schöne, selbstbemalte CD-Sleeve.


Ähnlich:
luna luna, two gallants, the decemberists, arcade fire, 16 horsepower, the dresden dolls, cursive, O'death, okkervil river, firewater, subway to sally

20.06.2014
TG


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Letzte Kommentare

  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!