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krupps, die - the final remixes


Erscheinungsjahr: 1994
Label: rough trade
Tracks: 16
Spielzeit: 68:16
Genre: metal
Subgenre: industrial metal
krupps.jpg
Bewertung: 8.5/10

rating

Ich hatte fast schon vergessen, wie gut diese CD ist.
Nach Erscheinen wurde sie 1995 von mir gekauft, direkt danach wie verrückt gehört und so ein bisschen in Vergessenheit geraten und durch andere CDs abgelöst.

Doch mit der Zeit fallen einem auch vergessene Schätze wieder in die Hände und so ging es auch mit dieser CD, die zunächst durch das Cover stark ins Auge fällt, welches aus dem Krupps-Zeichen besteht. Die drei ineinander verschlungenen Ringe sind als edler Prägedruck auf dem komplett in glänzendem Silber gehaltenem Digipack gedruckt. Diese äußere Gestaltung legt auch die musikalische Grundrichtung der Musik fest: Es geht metallisch mit starken Einflüssen von EBM und Industrial zu.
Das Album ist die komplette Vorgänger-CD "II-the final Option" in geremixter Version (plus gerückmischte Bonustracks von der "I"). Soll heißen, die Band hat ihre Songs an diverse Kollegen geschickt (Clawfinger, Sisters-Sänger Andrew Eldritch, Paradise Lost, Philip Boa, Carcass, F.M. Einheit, Waltari...), die dann Hand an die Lieder anlegten.

Herausgekommen ist ein Mischmasch an Kreuzüber-Stilen, dass es eine wahre Freude ist, als toleranter Mensch durch diese CD zu streifen. Angefangen bei den massiven Gitarrenbergen und Grooves von "to the hilt" (Clawfinger) über die getragene Düsternis von "fatherland" (Andrew Eldritch) über Experimente bei "new Temptation" (F.M.Einheit) bis hin zu EBM-Musik in "Hi tech Low life" und HipHop im "Worst case Scenario" (Gunshot) ist das gesamte Spannungsfeld zwischen Metal und Electro vertreten. Crossover im wahrsten Sinne des Wortes. Nicht, wie man vielleicht denken möge teilweise halbherzig gemacht, denn in der Mitte der 90er war das Remixen in harten Rockkreisen noch lange nicht so ausgelutscht, wie es später der Fall war. So ging der komplette Satz der beteiligten Musiker und Produzenten mit einem Eifer ans Werk, der seinesgleichen sucht - auf dem Album gibt es wirklich keinen totalen Ausfall, was bei der schieren Anzahl der Beteiligten verwunderlich ist. Dass es viele Leute gibt, denen jeder einzelne Track gefällt, durfte dennoch angezweifelt werden, zu breit sind die Stile gefächert, als dass alle Geschmäcker unter einen Hut gebracht werden konnten - ich zum Beispiel kann nicht viel mit den electrolastigeren "Ministry of Steel" und "Rings of steel" anfangen.

Fazit: Natürlich ist diese CD nichts für Metal-Puristen, denen wahrscheinlich bei der Erwähnung des Namens der Band schlecht wird, aber tolerantere Menschen, die einen breiter gefächerten Musikgeschmack haben dürften mit dieser CD durchaus glücklich werden.


Ähnlich:
Ministry, Clawfinger, Fear Factory, Sisters of Mercy, Paradise Lost, Front 242, Frontline Assembly, Killing Joke, Nitzer Ebb, Metallica, Einstürzende Neubauten, Waltari, Philip Boa

28.03.2005
stativision (Tobias Goris)


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Letzte Kommentare

  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!