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killing game show - cravallo grando


Erscheinungsjahr: 2002
Label: Kahunah
Tracks: 8
Spielzeit: 36:49
Genre: Alternative
Subgenre: Alternative Rock
killinggameshow.jpg
Bewertung: 6.5/10

rating

Musik wie das gebirgige Gelände des Hochtaunus, aus dem Killing Game Show (Gratulation für den Bandnamen mit dem hochaktuellen Bezug) stammen. Verträumt, schön, mit Höhen und Tiefen, abwechslungsreich und vielfältig, mitunter hart, oft sonnig, nicht selten auch düster. Nachdem die erste Hürde - das schreckliche Cover - genommen wurde, stehen die ersten Spitzen des Songwritergebirges bevor: Das einleitende "Overboard" steht progressiv veranlagten britischen Leisetretern (ältere Radiohead zum Beispiel) nur wenig nach. Gute Spannungskurve, ungewöhnliche, zarte Instrumentierung und nicht alltäglicher Songaufbau sind die Zutaten, aus denen hier musikalische Gipfel geschmiedet werden.
Jedoch kein Gebirge ohne Täler. Die folgenden, sich an härterem Gestein versuchenden Tracks sind leider etwas abgerutscht. Weder "p.s.", noch "angel" oder "rave" können mich mit ihrem an älteren Grunge erinnernden Klangbild überzeugen und werden infolgedessen lieber links liegen gelassen.
Dass auch Killing Game Show härter rocken können, ohne vom steilen Weg abzukommen beweist die zweite Hälfte von "cravallo grando": "Secrets" ist ein netter, an Soundgarden erinnernder Groover mit so mancher Überraschung im 6-minütigem Songverlauf; "horizons" ist ein einfühlsam gesungener Rocker mit gelungener Percussion. "Pyromaniac" fällt zwar wieder ein wenig ab, ist aber immerhin noch ein solide geriffter härterer Rocksong.
Der Mount Everest des Taunus wird aber erst gegen Schluss erreicht. "Planet End" ist ein leicht psychedelisch angehauchter Brocken von einem emotionalen, stillen und nichtsdestotrotz anspruchsvollen Alternative Rock Song. Insbesondere die Gitarrentupfer und die Gesangslinien lassen einem ob der grandiosen Aussicht Schauer über den Rücken jagen.

Gut gemacht, liebe Hessen. Nicht alles richtig, aber vieles richtiger. Nie nerven Eure eingesetzten Keys, immer bleibt Ihr als Killing Game Show erkennbar, Eure Sänger treffen den richtigen Ton und auch handwerklich braucht Ihr euch nicht hinter'm Berg zu halten. Nur das Rocken müsstet Ihr noch ein wenig üben. Klappt schon noch. Immerhin die Hälfte der härteren Klänge kann ja schon jetzt überzeugen.

Also: Wenn auch kein Alpenglühen, eine tolle Aussicht ist mit Killing Game Show zumindest garantiert. Mehr dazu unter www.killing-game-show.de (der kahunah indianer sieht übrigens aus wie poor kaw liga von den residents...)


Ähnlich:
Radiohead, Pearl Jam, Nirvana, Sonic Youth, Soundgarden, Alice in chains

17.03.2005
stativision (Tobias Goris)


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Letzte Kommentare

  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!