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kiesgroup - shantychrist


Erscheinungsjahr: 2011
Label: tumbleweed
Tracks: 15
Spielzeit: 67:17
Genre: alternative
Subgenre: alternative deutschpop
notavailable
Bewertung: 7/10

rating

Am Anfang dachte ich, es wäre ein poppiges Nebenprojekt von Tocotronic. Liegt wohl am ähnlichen Sprachduktus trotz der höheren Gesangsstimme. Im Verlauf von "Shantychrist" entpuppt sich Kiesgroup aber dann doch als ziemlich eigenständig. Und von wegen Pop: Die Band macht sich auch einen Spaß daraus, anderen Kram einzubauen. Punk (Heimweh) und gar Metalähnliches ("Shanghai") kommt zum Einsatz. Zwar sind einzelne Songs bei erneutem Hören etwas langweilig, aber im Großen und Ganzen sprüht "Shantychrist" vor Einfallsreichtum und Abwechslung und außerdem Texten, in denen sich Anspruch und Unterhaltung die Waage halten. Der Anfang beginnt mit "Wenn die Müdigkeit ruht" furios, zwischen PeterLicht und Tocotronic im Retropoprausch ist immer noch ein schunkeliges Plätzchen frei. Der relaxte Schrammelrock von "Die Gewehre der Frau Carrar" kommt gut, auch wenn der Song mit zunehmender Spieldauer sehr an Frische einbüßt. "Call-Center Agent" irritiert mit halbgarer Deichkind-Adaption, bevor "Solange es Menschen gibt" zurück zu PeterLicht mit etwas weniger überzeugender Melodie geht. In dieselbe Lücke zwischen Tocotronic und PeterLicht wie der Opener trifft "Drei Wünsche", das etwas zu lang geraten ist, wie auch ein paar andere Songs auf dem Album, die eher etwas von einem Gimmick haben, als von guter Songwriterkunst ("Diphterie", Rotz und Wasser, So geht das nicht). Dass sie dennoch positiv zum Gesamtalbum beitragen verdanken sie ihrem Effekt und des dadurch ins Enorme gesteigerte Abwechslungsreichtum von "Shantychrist".


Ähnlich:
Gustav, Tocotronic, PeterLicht, Jens Friebe, Mutter,

20.06.2014
Tobias Goris


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Letzte Kommentare

  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!