. .

hellacopters - payin the dues


Erscheinungsjahr: 1997
Label: white jazz
Tracks: 10
Spielzeit: 28:59
Genre: rock
Subgenre: schweinerock
hellacopters.jpg
Bewertung: 8.5/10

rating

High-Energy-Rock´n´Roll mit Einflüssen von 60s/70s Rock Heroen, sprich Iggy & the Stooges, MC5 (die auch beim Foto im Booklet kopiert werden) AC/DC und so weiter. Das alles mit Punk hoher Geschwindigkeit und einem vernünftigen Sänger vermischt, dazu ein paar Anleihen an Swing und 50er Rock'n'Roll und schon hat man eine der lebensbejahendsten Mischungen der 90er Jahre am Start.

New Scandinavian Wave of Rock´n´Roll könnte man es nennen, was Anfang der 90er mit dem Dreigestirn Gluecifer/Hellacopters/Turbonegro aus dem hohen Norden mit Highspeed auf uns zugerollt kam.
Mein erster Livekontakt damit war gleich ein Totalerfolg: Wir erkannten uns nach dem Konzert von Turbonegro mit Gluecifer nicht mehr wieder. Obs nun an der Rauchbombe lag oder am Dreck, der die Luft verfestigte, wer weiß das schon so genau...

Die Band mit den besten Songs waren freilich die Hellacopters, besonders überzeugend auf "Payin the Dues" dargeboten - übrigens das einzige Album von den ´Copters, in dem die Texte abgedruckt sind.
Wie bestimmt jeder weiß war der Frontmann Nicke "Royale" ehemals Drummer bei den Death Rockern Entombed, und hat sich hier erstmals als Gitarrist und Sänger betätigt, überraschenderweise ganz formidabel.

Sagenhafte zwei Wochen haben die 4 Jungs mit ihrem Producer Tomas Skogsberg gebraucht um diese Ausgeburt an höllisch gutgelaunter Energie auf Scheibe zu pressen, auf dessen Vinylversion wie immer bei den Hellacopters ein Bonustrack zu finden war. Als alte Vinyl-Verfechter war es auch nicht verwunderlich, dass von dieser Platte gleich 4 (!) verschiedene Auflagen auf einmal auf Vinyl gepresst wurden.

10 Tracks besitzt die CD, mehr braucht der Mensch auch nicht um glücklich zu werden, nach der knappen halben Stunde ist man sowieso völlig ausgepowert!
Bei nur einem halben Ausfall ("Colapso Nervioso") ist das eh halb so wild.

Unterstützt vom Pianisten Boba Fett zaubern sie einen Hochspannungstrack nach dem andern auf die Rillen, beim Hit "You Are nothin", in dem gleich mal alle Anderen gedisst werden angefangen, über den anderthalb-Minutenkracher "riot on the rocks" bei dem tatsächlich Straßenkriege ausbrechen und den Nomen-Est-Omen-Tracks "where the action is" und "twist action" bis hin zum ausleitenden und ein ganz klein wenig langsameren und groovigeren "psyched out and furious" Das psychedelische Noise-Monster "Colapso Nervioso" steht ein bischen einsam auf der CD und stört ein wenig den Fluss, aber dafür gibts ja die Skip-Taste. Ansonsten stört nichts den besagten Fluss, selbst die abgelieferten zahlreichen Soli sind überzeugend und mit Seele gespielt, kein professionelles Griffbrettgewichse, sondern spontan, einfach und effektiv.

Die Texte sind dabei eher passendes Beiwerk und handeln naturgemäß vom schnellen Leben im Rockgeschäft: Autos, Partys, Alkohol, leichte Frauen und so weiter. Hauptsache Spaß dabei: Lieber kurz und heftig, als lang und weilig.

Kurzum: Die perfekte Blaupause zur perfekten Feier - da kann man nur noch einen bemitleidenden Blick auf die feierwütige Technogemeinde werfen: Das hier ist nicht zu toppen. Einmal Hellacopters und kein Gedanke wird mehr an Kunststoffdrogen und synthetische Musik verschwendet (es sei denn, das Gehirn wurde schon in Plastikform gepresst).


Ähnlich:
Stooges, MC5, Gluecifer, Turbonegro, The Hives, AC/DC, Rolling Stones, Hanoi Rocks, Rose Tattoo, The Datsuns

27.03.2005
stativision (Tobias Goris)


:: Comments ::


Comment
Name:

Comment:

Security question, please solve:

697         M1L      
  T    A      H   AQA
DSE   YW5   U97      
  3    R      B   TYG
7QS         NXK      



Letzte Kommentare

  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!