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hauk - to hear the trumpets call


Erscheinungsjahr: 2008
Label: baldur rising music
Tracks: 4
Spielzeit: 21:39
Genre: metal
Subgenre: viking/folk metal
hauk.jpg
Bewertung: 3.5/10

rating

Manchmal ist es besser, wenn CDs unentdeckt bleiben. Der Promo von Hauk wäre dieses Schicksal fast widerfahren - und im Nachhinein wäre es wohl besser gewesen. Mehrere Monate irgendwo in einer Ecke zwischen Zeitungen liegend und irgendwann dann mit schlechtem Gewissen entdeckt. Beim Anhören blieben dann Münder offen - nicht ob der musikalischen Qualität, sondern ob der Dreistigkeit sowas auf die Menschheit loszulassen. Melodischer Folk/Pagan/Viking Metal sollte zwar nicht überproduziert sein, aber "to hear the trumpets call" ist leider überhaupt nicht produziert. Eine merkwürdige dumpfe Soundmasse muss hier über 22 Minuten ertragen werden, wobei das Klangbild der Musik und der Atmosphäre in keinster Weise zuträglich ist. Theatralik und Bombast sollen die Songs vermitteln, vor dem geistigen Auge entstehen hingegen nur Bilder von pickligen Jünglingen im versifften Dreiquadratmeterproberaum. Umso erstaunlicher, dass das schon die fünfte Veröffentlichung der Band ist!
Die Musik dazu ist eine durchaus eigenständige Mischung aus Bathory und Manowar mit haufenweise melodischen Iron Maiden-Gitarrensoli und einfachen, manchmal tribalhaften Rhythmen in mittlerem Tempo und ein paar reingemischten Keyboardsounds im 70er Progressive Rock-Stil. Problematisch bei der ganzen Chose ist besonders Sänger Hauk, der nicht singen kann. Trotzdem versucht er es und festigt dabei das Bild der pickligen Jünglinge (mittlerweile schon in Jutesäcken vor dem geistigen Auge erscheinend, um die Wikingeratmosphäre herzustellen) im versifften Proberaum vollends. Immerhin, der Gute ist mit Inbrunst dabei und ist offensichtlich davon überzeugt, dass seine schiefen Töne Baldur und Odin erfreuen. Egal ob beim doomig-marschierenden und keyboardlastigen Opener "to hear the trumpets call" (dem besten Song auf diesem Machwerk), beim balladesken und - wenn auch absichtlich - viel zu kitschigen "Love Song #4 (burn rome)" oder den leadgitarrenlastigem "lamentation" und "raven wings" (auch noch mit weiblichen Backing Vocals ausgestattet die immerhin gar nicht mal so schlecht passen), das klingt alles entweder nach großer Verarschung oder nach Bockmist zumindest in der Interpretation des Songmaterials. Vielleicht in fünf Jahren nochmal versuchen.

haukmusic.com
hauk auf myspace


Ähnlich:
Bathory, Manowar, Iron Maiden, The Lord Weird Slough Fegh, Lake of Tears, Solstice (alle bei den ersten Proberaumversuchen)

22.12.2008
stativision


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Letzte Kommentare

  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!