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gnill - ich werde mich mit dieser makrele ins ausland absetzen


Erscheinungsjahr: 2008
Label: tumbleweed records
Tracks: 5
Spielzeit: 19:22
Genre: alternative
Subgenre: deutschelektroindiepop
gnill.jpg
Bewertung: 6/10

rating

Wenn ich dieses Album kaufen würde, ich würde es wegen dem Titel und dem Artwork tun. Gnill ist Florian Gelling und oft auch in der Besetzungsliste anderer Bands anzutreffen. Ob Kirmespunker Grafzahl, Experimentalpopanarchos Pechsaftha oder Schrammelpopper Es Regnet, Georgie – Florian fühlt sich offenbar wohl, wenn er seine Haut wechseln kann. Bei Gnill kann ihm nun niemand mehr reinreden. Dafür ist „ich werde mich mit dieser makrele ins ausland absetzen“ erstaunlich brav geworden. Vier Minuten Popsong hat sich Herr Gelling einverleibt und hier zwischen ‚do it yourself“-Indiepop und rückwärts gewandter Elektronik wieder ausgespuckt. Die Drummachine pluckert wie vor fünfzehn Jahren, „Artig“ erinnert gar garstig an manch schlimmen Endneunziger-Track der Sterne („wo ist hier“). Wahrscheinlich ist das sogar gewollt, handelt der Text doch von angepassten Unangepassten. Ein Thema, bei dem man eigentlich dachte, dass es der Feuilleton der besseren Zeitungen endlich genug durchgekaut hätte. Der Rest der EP geht, abgesehen vom langweiligen „Dein Problem“ in Ordnung, besonders „Angst vor den Leuten“ überzeugt mit geschickt eingewobenen Melodien und rückenmarkmassierender Schrammelgitarre. Als Opener gibt es nihilistische Gute Laune in „Für irgendwen“ und am Ende steht auch noch eine Ballade namens „Der Mann von der Union“, mit Liebe und Stasi. Herr Gelling zieht das tatsächlich durch – eine EP wie aus dem Lehrbuch. Total charmant, bei aller Vorhersehbarkeit. Aber insgesamt sollte das hier wesentlich aufregender sein. Knallt mir lieber eine Überdosis Pechsaftha in die Gehörgänge!


Gnill auf myspace


Ähnlich:
Die Sterne, Grafzahl, Die Aeronauten Boxhamsters, clickclickdecker, tom liwa, Oma Hans, Goldene Zitronen, Frank Spilker Gruppe, Pendikel, Jupiter Jones, Hund am Strand

05.04.2008
stativision


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  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!