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genepool - lauf! lauf!


Erscheinungsjahr: 2010
Label: rookie records
Tracks: 12
Spielzeit: 37:50
Genre: punkrock
Subgenre: wave/punkrock
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Bewertung: 7/10

rating

Genepool brachten 2005 ein Album mit schwarzem Cover und weißem Kreis heraus. "Everything goes in circles" heißt die CD und war das zweite Album dieser, man konnte sie durchaus so nennen, Supergruppe des Noise/Punkrocks. Mit Mitgliedern von Smoke Blow, Scumbucket und Rostock Vampires. Das ganze klang wie eine in die damalige Gegenwart transportierte Variante der Misfits: Dreckiger, noisiger Punk mit Ohrwurmgarantie. Punkschmock mit zugedrecktem Popappeal. Krachig und energetisch, besonders live ein Erlebnis.

Knapp Fünf Jahre später, bringt man das dritte Album "Lauf! lauf!" auf den Markt. Mit knallbuntem Cover, Augen schmerzen, Geschmacksnerven explodieren. Außerdem ein neuer Sänger. Ist das noch Genepool? Vorher, 2007, gab es noch "Sendung / Signale". Hinwendung zu 80er Wave. Nicht sonderlich wohl gelitten bei vielen Fans. War das noch Genepool? "Lauf! Lauf!" ist keine komplette Hinwendung zum Sound des Debüts. Das kann man dank neuem Sänger - mittlerweile ist Ian Spehr der legendären Mink Stole an Bord - wohl auch kaum erwarten. Das neue Album ist maximal ein kleiner Schritt schräg rückwärts. Pop und Wave sind immer noch mit An Bord, schlagen den Punk aber nicht in die Flucht. Das bringt Tempo in die 12 Kompositionen und schneidende Gitarren gibt es auch zu Genüge, aber dreckig ist hier gar nichts mehr. Die gute, höhenlastige Produktion ist hell und klar und unterstützt die Musik wo es nur geht: Energetisch, dynamisch und mitreißend sind die Adjektive, die einem bei den 12 Songs in den Kopf schießen. Nicht mehr ganz so rasend und auf die Fresse schlagend wie weiland beim Debüt, leider. Dafür frühlingshafter, was nach dem langen Winter schön ist. Teilweise gar mit funky Bläsersätzen, die aber nie überhand nehmen - so kann keiner Genepool jetzt vorwerfen, sie würden einen auf Ska machen. Außerdem ist jetzt regulär ein zweiter Schlagzeuger dabei. Was man aber ruhig noch öfter raushören könnte. Das verblüffendste aber ist wohl, dass man Jack Letten von Smoke Blow am Mikro nicht vermisst. Ian Spehr hat schon bei Mink Stole mehr als einen guten Job gemacht und bei Genepool ist das nicht anders. Sein Charisma ist wohl das wichtigste bei einer Band wie Genepool und mit seiner variablen Stimme verleiht er dem neuen, positiveren und abwechslungsreicheren Gesicht mehr Ausdruck. Ganz vergessen lassen kann aber auch er den mittlerweile zum Klassiker gereiften "everything goes in circles" nicht. Dafür ist man mit Songs wie dem punkigen Überhit "Solar Life" auf dem besten Wege dahin.

Jetzt schon darf man gespannt schon wohin der Weg Genepools geht und wo die Band in fünf Jahren steht.


Ähnlich:
the clash, zeke, devo, the damned, franz ferdinand, radio 4, gang of four

05.04.2010
Tobias G.


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Letzte Kommentare

  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!