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freequency - up for a game, mate?


Erscheinungsjahr: 2008
Label: ruuf records
Tracks: 11
Spielzeit: 39:15
Genre: alternative
Subgenre: powerpop/pop-punk
freequency.jpg
Bewertung: 5.5/10

rating

So, das muss jetzt mal kommen: Ulm hat den höchsten Kirchturm der Welt. Kein Wunder, dass man da als kleiner Junge staunt und quasi als unabdingbare Konsequenz das Dienen in der Messe folgen muss. Keine Ahnung ob das bei freequency auch so gelaufen ist (selbst wenn würden sie es wahrscheinlich bestreiten), aber bei einer christlichen Punkpopband aus Ulm kommt man zwangsläufig auf diesen Gedanken.

Textlich geht es wie bei so vielen christlichen Bands in erster Linie um Liebe und Glauben. Love is everywhere. Und wir (Ich) sind (bin) immer für Euch da - Ihr müsst nur glauben. Und wenn mal einer auf die schiefe Bahn gerät, kein Problem. Meine Arme sind groß genug für alle. Das ist gottseidank nur selten explizit und stößt nur bei "turn off the stars" mit dem etwas rechthaberischen "forget about the stars...put your eyes on the one who made them" sauer auf.

Musikalisch ist das Gemisch aus Power Pop, Punk und Akustikballaden ebenso unbeschwert. Und ebenso formelhaft wie durchschnittlich. Handwerklich ist das ohne Frage alles in Ordnung, vom Layout über die instrumentale Fraktion bis hin zur Produktion passt alles und phonetisch sind die Texte schön passgenau vorgetragen - inklusive gut ausgearbeitete Backing Vocals. Auch ein paar Melodien können überzeugen. Aber auf knapp 40 Minuten wird Schema F (ruhige Strophe - lauter Refrain ... irgendwann ruhigere Brücke und Schluss mit Refrain) einfach zu oft durchgezogen. Da können auch die langsam anschwellende Halbballade "be there", die zwei ruhigen und ein klitzebisschen melancholischen Stücke am Ende der CD und der unerwartete, etwas versteckte Reprise von "Hy house is still yours" kaum für Abwechslung sorgen. Für Hintergrundbeschallung mag das ok sein und wahrscheinlich auch für die Stunde nach dem Abendmahl wenn die Gedanken sowieso nur um Gott kreisen und man Freequency's Texte durchliest. Ansonsten ist das aber zu durchschnittliche, tendenziell langweilige und glatte Magerkost. Auch wenn Stücke wie das wirklich unbeschwerte, fast schwerelose "Here we go" und das astreine Partypunkstück "uphill run" für sich genommen ganz ok sind.

freequency-Seite
freequency auf myspace


Ähnlich:
The All American Rejects, Sum 41, A, Blink 182, Green Day, Ozma, Weezer, The Rentals, The Adventures Of Jet, Piebald, Nada Surf, Everclear

14.01.2009
stativision


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Letzte Kommentare

  • kasse4: pflichte bei - sehr, sehr schönes Album und dass Elephant nach Pearl Jam klingt: Na und :) Es gibt schlimmeres, zum Beispiel nach Staind klingen :)
  • toastn: Immer noch eines meiner liebsten Alben. Sehr viele Sounds und Ideen verarbeitet. Nicht zuletzt Erinnerungen an die Heimat und die Neunziger in HB. Big up Saprize. Danke für die schöne Zeit...
  • lwith: einfach nur kult ein album für die ewigkeit
  • Jens Schröder: Die schlechteste Kritik über die Lebenstrip-CD, die ich je gelesen habe. Dem Rezensenten fehlt jegliches Gespür für Musik. Das ist pseudo-elitärer Dünnschiss!!
  • Torn Fan: Die Musik ist gut... nicht nur gut sie ist richtig geil! Diese Kurzkritik hat nichts mit Musikverstand sondern eher mit Geschmack zu tun.