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end - the sick generation


Erscheinungsjahr: 2005
Label: hymen
Tracks: 16
Spielzeit: 57:52
Genre: beats/elektro
Subgenre: remix-breakbeat
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Bewertung: 7/10

rating

Nach dem letztjährigen Ipecac-Release von Ends zweitem Album durfte man gespannt sein auf den nächsten Output. Auf "the sounds of disaster" gab es eine irrwitzige, hibbelige Melange aus Breakbeat, Big Beat, Surf, Trash, Industrial und Pop-Oldies. Sophisticated, aber tanzbar.
Ein Jahr danach erscheint mit "the sick generation" eine Remix-CD. Aufhänger des Projekts, das auf Hymen Records erscheint, die auch ein Heim für andere Electro-Weirdos darstellen, ist das neue Titelstück, das da anfängt, wo das letztjährige Album aufhörte. Treibende, tanzbare Beats, Breaks an den unerwartetsten Stellen, pushende Sprachsamples und eine erstaunlich rockige Gitarre. Nur geradliniger als gewohnt. Sollte alte Fans nicht erschrecken (trotzdem es nicht an den Ideenreichtum anderer End-Tracks heranreicht), aber bisher durch die chaotisch erscheinenden Songstrukturen Abgeschreckten könnten dazugewonnen werden. Nicht ganz "sick", aber durchaus "free" und ausgelassen.

Von dem Song sind noch vier Remixe vertreten, die jeweils eine sehr unterschiedliche Richtung verfolgen. J.G. Thirlwell (Foetus) macht daraus einen zu jedem Film Noir passenden, sechs Minuten langen Düsterschinken mit scheppernden Beats und Orchesterklängen; Drop the Lime holt viele Gitarren raus und packt stattdessen schön viel Chaos rein, klingt aber auf Dauer etwas uninspiriert; Jason Forrest legt mehr Wert auf verrückte Synthesizerklänge, was aber nicht wirklich erregt und Duran Duran Duran (sic) lassen es ordentlich bollern - auch nicht ganz mein Fall.
Die (Remix-)Juwelen der CD liegen woanders: Die charmante Surf/Oldieatmosphäre wird im passend "Good Time" betitelten Remix von "Good Riddance" (Messer Chups) stärker betont, was dem Song überaus gut bekommt und in einer verdrogteren Welt sicherlich ein Sommerhit werden würde. Die zweite Perle findet man gegen Ende der CD und klingt kaum mehr nach dem "Fit To Die"-Original. Mad/EQ machen daraus einen AvantHop-Song, der auch der Anticon-Crew und Dälek das Wasser reichen kann. Einerseits durch die düsteren Beats und gehetzten Raps verstörend, andererseits wegen intelligentem Sitar-Einsatz wunderschön und exotisch verträumt.

Der Rest der CD bewegt sich überraschenderweise auf konstantem Niveau, kein Remix ist unterdurchschnittlich, aber wirkliche Kaufanreize gibt es neben den beiden genannten Toptiteln auch keine. Der zweite neue Track von End, "Eternal Euro Inferno" basiert zu sehr auf wilden (gelungenen) Percussions, Störsounds, blechernen Samples und höherem Gepiepse, als dass es einen mitreißenden Strudel bilden könnte und "swinger", ebenfalls ein neuer Titel, kopiert das schöne Patentrezept Surf mit Breakbeat zu kombinieren zwar ganz gut, fügt aber dem Oeuvre des C.Pierce nichts besonderes hinzu.

Die restlichen Remixe bewegen sich zwischen Acid Breakbeat (Society Cleaners), Glitch und Knispelelektronika (Hecq). Besonders die Messer Chups waren fleißig und verpassten auch "Countdown to the End" und "Apache Indian Job" ein von Beats befreites Korsett, dass diesen aber weitaus weniger gut zu Gesicht steht als "good riddance".

Zum Schluss noch eine Live-Version von "Ruin Everything", das auch hier nicht ganz an die Titelambitionen herankommt, aber mit nett eingesetzten, klassischen Knigth Rider Samples punktet. Nichts spektakuläres, aber interessant. Wie die ganze CD. Nicht sick eben, aber durchaus free und ausgelassen.

www.worldwentdown.com


Ähnlich:
Prodigy, Kid 606, Chemical Brothers, Foetus, Crystal Method, Fatboy Slim, Steroid Maximus, Aphex Twin, the bran flakes, Messer Chups, Society Cleaners, Drop the lime, Ning Nong, Duran Duran Duran, Hecq, Mad/EP

03.05.2005
stativision (Tobias Goris)


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Letzte Kommentare

  • kasse4: pflichte bei - sehr, sehr schönes Album und dass Elephant nach Pearl Jam klingt: Na und :) Es gibt schlimmeres, zum Beispiel nach Staind klingen :)
  • toastn: Immer noch eines meiner liebsten Alben. Sehr viele Sounds und Ideen verarbeitet. Nicht zuletzt Erinnerungen an die Heimat und die Neunziger in HB. Big up Saprize. Danke für die schöne Zeit...
  • lwith: einfach nur kult ein album für die ewigkeit
  • Jens Schröder: Die schlechteste Kritik über die Lebenstrip-CD, die ich je gelesen habe. Dem Rezensenten fehlt jegliches Gespür für Musik. Das ist pseudo-elitärer Dünnschiss!!
  • Torn Fan: Die Musik ist gut... nicht nur gut sie ist richtig geil! Diese Kurzkritik hat nichts mit Musikverstand sondern eher mit Geschmack zu tun.