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earthbend - young man afraid


Erscheinungsjahr: 2007
Label: rookie/cargo
Tracks: 11
Spielzeit: 40:21
Genre: alternative
Subgenre: retro/cool rock
earthbend_070121.jpg
Bewertung: 7/10

rating

Auch wenn das wohl der Aufhänger einer jeden Earthbend-Kritik sein dürfte: Es ist so wahr, dass es zwingend ist. Ostdeutschlands Provinzen sind tatsächlich nicht gerade dafür bekannt, hochwertigen, alternativen Rock herauszuschleudern. Entweder denkt man bei Ortsnamen die auf "walde" enden an neuen deutschen Softrock mit Fräulein am Mikro oder an halbgaren und halbharten Metal.

Earthbend sind zum Glück anders. Obwohl recht jung, liegen ihre Helden in den Siebzigern. Rock mit harten Gitarren, Gefühl und Seele. Und mit Mut zur Hymne.
Sonderlich originell ist das natürlich nicht, aber eigenständig sind Earthbend trotzdem. Im Gegensatz zu den ähnlich klingenden Queens of the Stone Age sind Earthbend viel entspannter und von Soulwax, deren Stephen Dewaele auf den ersten beiden Alben ähnlichen Gesang lieferte, unterscheiden sich die Finsterwalder durch ein größeres Verhältnis von Retrorock zu Indiepop.

Im Gegensatz zu den 70er Jahre Größen kommen Earthbend schnell auf den Punkt. Die Songs dauern selten länger als vier Minuten, die Refrains sind auf den ersten Blick als solche zu erkennen, die Riffs sind trocken und laden zum Mitwippen ein. Früher oder später wird die fette Fußorgel angeschmissen, wodurch ein wenig Pathos die Songs bereichert, aber nicht überflutet. Hymne bedeutet bei Earthbend zwar auch Pose, aber nicht überlebensgroß, sondern stets sympathisch.

Der Opener "Ready to revolt" kann die Verwandschaft zu QOTSAs "No one knows" nicht verleugnen, steigt aber während des Refrains auf weniger trockenen Rock um, "Open Man" ist mit dezent guter Laune ein Song für laue Sommerabende und auch die verzerrte Stimme in "Scene & Heart" steht der Band. Gegen Ende stellt sich aber dann doch ein kleiner Sättigungseffekt ein und die 35 Minuten reguläre Spielzeit ist clever gewählt. Warum aber dann eine lahme Ballade, bei der die Füße einschlafen als "Special Track" hinten dran gehängt werden muss, versteht wohl nicht mal die Band selbst. Ansonsten aber: Schönes Debüt.

Earthband offiziell
Earthbend - Myspace


Ähnlich:
Queens of the stone age, Soulwax, The Who, Led Zeppelin, Masters of Reality, Hawkwind, The Doors, Celestial Season, Motorpsycho, Super Furry Animals

04.03.2007
stativision (Tobias Goris)


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Letzte Kommentare

  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!