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dynamo 77 - submissive alpha female


Erscheinungsjahr: 2007
Label: unagi produktion
Tracks: 11
Spielzeit: 42:26
Genre: pop
Subgenre: alternative pop
d77_submissive_alpha_female.jpg
Bewertung: 6/10

rating

Wer keine Lust auf ein Review hat: Unter http://www.dynamo77.com/ kann man sich die komplette CD runterladen. Das sollte man aber nur dann tun, wenn man was für britisch klingenden, romantischen Gitarrenpop hat.

Dynamo 77 kommen aus Schweden und sind das musikalische Kind Joakim Paulssons, der die Band 2006 gründete. "Submissive alpha female" ist schon Anfang 2007 entstanden, kommt aber jetzt auf diesem kostenlosen Wege über das Internet auch nach Deutschland; das nächste Album ist auf normalem Webe vor kurzem ebenfalls veröffentlicht. Der Debüt-CD merkt man an, dass sie im Wohnzimmer entstanden ist. Die Stimmung ist überwiegend intim, obwohl teilweise ein Drumcomputer und Keyboards eingesetzt werden, die Texte sind persönlich und poetisch geraten, viele Songs basieren in erster Linie auf Gitarre und Gesang. Und genau dann sind Dynamo 77 am besten: Wenn sie in "Northern Darkness all around" lediglich im Refrain das Instrumentarium aufstocken, wenn der Gesang auf "In the early morning light" wunderbar von klaren Akkorden unterstütz wird und Bass und Schlagzeug wunderbar vorsichtig komplementieren. Wenn sich auf dem schönen "Hey tiger" eine Mundharmonika und Orgel in den unprätentiösen Song schleichen. Oder der Höhepunkt der CD, "smalland's finest" ganz Sigur Ros ähnlich nur mit Kopfstimme und flirrender Gitarre beginnt und sich erst allmählich mit seiner hypnotisch-schönen Atmosphäre im ganzen Raum ausbreitet.

Hätten Dynamo 77 doch nur das ganze Album wie diese Höhepunkte gestaltet. Aber leider gibt es auch finstere Momente der verunglückten Popmusik wie in "the violins should be playing", das sich mit billiger Elektronik, simplen Songaufbau, kitschigem Refrain, verkleisternden Keyboards und glattem Gesang an Boybandniveau annähert. Das an A-HA erinnernde "Alpha" ist auch nicht viel besser und allzu mainstream-hörig, hat aber zumindest einen netten Refrain. Ein Problem vieler Songs sind die störenden elektronischen Beats, die allzu anachronistisch, simpel und flachbrüstig daherkommen, wodurch eigentlich gelungene Tracks wie der Opener "Cassiopeia" ruiniert werden.

Schade, denn ansonsten ist "Submissive alpha female" ein ordentliches Debütalbum irgendwo zwischen simplifizierten Radiohead und frühen Coldplay geworden.

Dynamo 77
Dynamo 77 auf myspace
Dynamo auf motor.de


Ähnlich:
coldplay, radiohead, the verve, a-ha, keane, death cab for cutie, elbow, richard ashcroft, arid, athlete, belasco, the doves, the divine comedy, embrace, eskobar, jj72

21.07.2008
stativision (Tobias Goris)


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Letzte Kommentare

  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!