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darkane - layers of lies


Erscheinungsjahr: 2005
Label: nuclear blast
Tracks: 12
Spielzeit: 42:59
Genre: metal
Subgenre: death thrash metal
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Bewertung: 7/10

rating

Darkane haben ja schon einiges ausprobiert. Nach eingängigerem Knüppelmetal auf "Rusted Angel" und technischer Raserei auf dem Zweitling hat die Band mit dem letzten Werk "Expanding Senses" wohl ihren Zwischenweg gefunden, der hier noch weiter verfeinert und sanft mit neuen Einflüssen garniert wird.
Meshuggaheskes wird auf "layers of lies" immer wieder unterbrochen von Melodic Death Metal Passagen, die ihrerseits nicht selten entfesseltem Thrash-Gebolze weichen müssen. Mutet besonders bei den ersten Durchläufen etwas chaotisch an und bei wenigen Songs bleibt dieser Eindruck auch länger bestehen (was lustigerweise bei "Organic Canvas" am meisten Spaß macht), aber alles in allem ist das Album eine runde Sache aus einem Guß geworden.

Eingebettet sind die zwölf Songs (inklusive drei Intros/Interludes) in ein Soundfundament, in dem es sich gut leben lässt. Perfekt zugeschnitten auf die Musik, fett, aber nie zu weich, sondern eher rau (insbesondere die Gitarren) und extrem fein auflösend. Nur in den hymnischeren Parts erscheint das Klangbild zu aufgeblasen. Und die sind auf "Layers of lies" nicht gerade selten. Besonders in "Organic Canvas" und dem Titeltrack fährt das Quintett alle Geschütze auf, die es braucht, um auf Kommando die Fäuste gen Himmel zu recken - auf Dauer der größte Schwachpunkt des Albums, weil die Passagen schnell enervierend wirken. Zwar erinnern Darkane dann, gerade wegen des Gesangsstils, etwas an Devin Townsend, der weiß aber, wann es genug ist.

Doch genug der Kritik: Ansonsten gibt es nicht allzuviel zu meckern an "Layers of lies". Gerade die Wechsel zwischen den Stilen sind gut gelungen und ziehen nur noch mehr in den Strudel aus Thrash-Metal Riffs und Death Metal-Gebolze, doch selten entsagt man komplett der Melodie und gibt sich ganz der Raserei hin, wie in "Godforsaken Universe". Ansonsten fällt vor allen Dingen auf, dass die Meshuggah-Referenzen recht oft in Gedanken auftauchen: Die rhythmisch vertrackt eingesetzten Gitarrenriffs und die dazugehörige Bass- und Drumarbeit lässt ab und an sogar an eine gute Kopie denken, was aber zum Glück meist Sekunden später wieder zerstreut wird. Ist nämlich nicht so, dass Darkane nicht eigenständig wären, obwohl natürlich auch desöfteren typische Namen der Schwedendeather im Brainstorming auftauchen.

Jedenfalls ist man nach den neun kompletten Songs irgendwie zufrieden und gesättigt, auch, wenn die Schweden ein klein wenig konsequenter chaosbolzen könnten, so wie in den besten Songs des Albums "the creation insane", "organic canvas" und "Godforsaken universe" (geile Samples im Hintergrund). Darkane machen nämlich mit Abstand dann am meisten Spaß, wenn sie den Hörer auf eine wilde Achterbahnfahrt mitnehmen und erst kurz vor dem Rausfallen wieder reinziehen.


Ähnlich:
Carnal Forge, The Haunted, Slayer, Soilwork, Dark Tranquility, Arch Enemy, Meshuggah, Devin Townsend

04.07.2005
stativision (Tobias Goris)


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  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!