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circle of pain and the südhessen symphonic orchestra - classic live tunes (dvd)


Erscheinungsjahr: 2005
Label: zyx music
Tracks: 32
Spielzeit: 170:00
Genre: metal
Subgenre: hardrock/melodic metal
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Bewertung: 6/10

rating

Die DVD-Veröffentlichungswut ist wohl gar nicht mehr zu stoppen. Immer mehr und immer kleinere Bands bringen parallel zur Audio-CD eine DVD raus. Wohl weil es billig ist und schwerer zu kopieren.
Wie dem auch sei, bei Circle of Pain und ihrem "Classic Live Tunes"-Ding macht es Sinn. Immerhin hat man als Band nicht ständig die Gelegenheit, zusammen mit einem Orchester auf der Bühne zu stehen und außerdem ist die Bühnenshow (mit eingefilmten Sequenzen auf der Videoleinwand) und Beleuchtung auch ordentlich gewesen und man kann die Zugaben, die nicht mehr auf die CD passten, noch drauf packen.

Bei Circle of Pain heißt das: Auf der DVD ist eine ganze Menge zusätzliches Material. Das fängt bei "The Cage" an, der eigentlich auch auf die CD gehört hätte, weil er zum Konzept des live vorgetragenen Albums gehört, geht bei vier Covern (Patty Smiths "Because the night", Bob Dylans "Knocking on heaven´s door" und U.F.Os "Doctor,doctor", sowie Bon Jovis "Runaway") weiter und hört erst mit den vier "Specials" (Making Of der Background Videos, "Backstage", TV-Show und Fotogallerie) auf.

Die Bildqualität der DVD ist weit entfernt von der Brillianz und Farbintensität der großen Produktionen (das Bild ist etwas körnig und teilweise zu kontrastreich, so dass Bereiche überstrahlt werden und die Komprimierung teilweise sichtbar), geht aber für so eine kleine Band voll in Ordnung. Beim Ton kann man zwischen Dolby Digital 2.0 und 5.1 wählen und der Sound ist etwas roh, was aber die Liveatmosphäre gut rüberbringt und das Orchester ist der Rockbandbesetzung nun ebenbürtig, was natürlich nicht das Songmaterial aufwertet, aber die Interpretation desselben. Das ist es auch, was die DVD im Gegensatz zur eher klinisch und rock-lastig klingenden CD hervorhebt. Zusammen mit dem optischen Erlebnis (es werden öfter mal zur Story passende und ganz gut gelungene Filmsequenzen eingeblendet und das Bühnengebahren von Circle of Pain ist, wie die Lichtshow auch, gut - nur die Mimik von Erzähler Rob Salzwedel animiert zum Lachen) sind das unterhaltsame zwei Stunden.

Die vier Coverversionen sind erstaunlicherweise alle ganz gut gelungen und werden, abgesehen vom zusätzlichen Chor und dem Orchester, das sich hier überwiegend zurückhält, recht originalgetreu vertont. Besonders "Doctor, Doctor" profitiert vom zusätzlich eingesetzten Chor und selbst Patti Smith wird in "Because the night" von Uwe Johann ganz gut vertreten, nur bei "Knockin on heaven's door" wird ein klein wenig zu dick aufgetragen, was aber auch noch in Ordnung geht. Bon Jovis "Runaway" wird natürlich standesgemäß satt und routiniert vorgetragen.

Merkwürdig ist nur die ganze Zeit das Publikum, das in der Regel apathisch herumsitzt oder -steht und nur leicht mitwippt und klatscht (es war allerdings auch eine bestuhlte Halle, was nicht unbedingt von Vorteil gewesen ist). Da dürfte auch die Band gestaunt haben, die all das aber ohne mit der Wimper zu zucken durchsteht.

Die Extras sind etwas dröge, aber halbwegs informativ und wer gerne hessisch hört, wird sich freuen. Zehn Minuten weniger, besonders beim "Backstage" (eigentlich nur ein Zusammenschnitt von der Vorbereitung des Konzertes und einem Bandinterview) und Making of der Background Videos wären aber förderlich gewesen. Die TV-Show ist lustigerweise ein Auftritt der Band mit "Winter Sun" in einer Kindershow (eines hessischen Regionalsenders?). Insgesamt sind die Specials natürlich ein klassischer Fall von einmal und nie wieder angeguckt, aber nicht schlecht gemacht.

Der Preis von 17 Euro lohnt sich auf jeden Fall mehr als die Doppel-Audio-CD zum gleichen Preis, fairerweise hätte man beides zusammen für den gleichen Preis verkaufen können (wie es andere Bands auch machen), aber ZYX music will wohl auch noch einen ordentlichen Anteil des Erlöses haben.

Hier geht's zum CD-review


Ähnlich:
Royal Hunt, Axxis, Bonfire, Gamma Ray, Praying Mantis, Def Leppard, Rainbow, Saxon, Uriah Heep, Scorpions

14.01.2006
stativision (Tobias Goris)


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Letzte Kommentare

  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!