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amphibic - there were millions of them (ep)


Erscheinungsjahr: 2008
Label: haldern pop /cargo
Tracks: 6
Spielzeit: 23:30
Genre: rock
Subgenre: pop/rock
amphibic_millions.jpg
Bewertung: 6/10

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Wollen Amphibic jetzt ins Stadion? Nach dem in weiten Teilen recht zurückhaltenden und mit ruhigen Folkeinflüssen durchsetzten "film in my head" haut das multinationale Quintett mit "there were millions of them" jedenfalls eine 6-Track-EP auf den Markt, die fast schon das Attribut Stadionpop rechtfertigt.

Der größte positive Unterschied zum Debütalbum wird schnell deutlich: Neal Hoffmanns Stimme ist reifer und wärmer geworden, dabei aber nicht weniger präsent. Nur nicht so aufdringlich wie zeitweise auf "film in my head". Außerdem ist der Sound dichter und das Songmaterial homogener. Das Problem dabei liegt auf der Hand: Die Abwechslung die den Vorgänger noch bestimmte, ist hier einem geradlinigen Verlauf gewichen, der schneller Langeweile hervorrufen kann. Schlechte Songs sind hier zwar nicht zu finden (auch wenn der Opener "shoot at the sky" nicht richtig hängenbleibt und man beim folgenden "be there" ständig darauf wartet dass es richtig losgeht), aber hervorstechend ist ebensowenig. Es herrscht Midtempo vor, das nur am Ende vom etwas treibenderen "all of the kings men" und vom balladesken Abschluss "how the world works" gebrochen wird und der Stil variiert in dem Spannungsfeld zwischen Pop und Rock kaum. Dass die EP dennoch funktioniert, liegt in dem sorgfältigen Songwriting begründet, das immer wieder kleine Details in den Hintergrund der dichten Produktion webt. Hier eine zarte Klavierlinie, dort eine Cellomelodie und ein paar versteckte Gitarrenmelodien machen das 23-minütige Teil dann doch nicht so langweilig wie anfangs befürchtet.

Ob die Weiterentwicklung weg von fragilen Folkstrukturen (die so wie auf dem Debüt nur noch bei "How the world works" in Erscheinung treten) hin zu hymnischerem Breitwandpoprock auch auf voller Albumlänge funktioniert, muss noch bewiesen werden. Bis dahin ist "there were millions of them" nur ein netter, gefälliger Zwischenhappen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

amphibic


Ähnlich:
stereophonics, starsailor, embrace, travis, coldplay, u2, manic street preachers, live, matchbox 20, Isolation Years, Starsailor, South, K's Choice, the goo goo dolls, reamonn

05.08.2008
stativision (Tobias Goris)


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  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!